Von Jan Lehmann

Es ist Zeit, bei Energie Cottbus die nächste Entwicklungsstufe zu zünden – findet nicht nur Trainer Claus-Dieter Wollitz. Der Coach beschreibt vor dem Spiel gegen Chemie Leipzig am Sonntag (13.30 Uhr/LR-Liveticker): „Die Spieler haben sich eingelebt und wachsen immer besser zusammen.“ Die FCE-Leistung in den ersten 35 Minuten beim 2:1-Auswärtssieg zuletzt in Nordhausen sei zudem für ihn „das Beste, seit ich 2016 angetreten bin“ gewesen, so Wollitz. Das Team scheint also bereit für den nächsten Schritt zu sein.

Nach dem grandiosen 6:0 gegen den BFC Dynamo und dem Sieg bei Aufstiegsaspirant Wacker wollen die Cottbuser nun gegen den unbequemen Aufsteiger aus Leipzig-Leutzsch ihren Reifeprozess vorantreiben. Die Gäste bewerten die Partie am Sonntag laut Trainer Miroslav Jagatic als „Bonusspiel“ und Wollitz erwartet Chemie „mit der Euphorie eines Aufsteigers, der sehr geschlossen auftritt und um jeden Ball kämpft“.

Weil bei Energie Tobias Hasse wegen einer Gelb-Rot-Sperre ausfällt und der Einsatz von Axel Borgmann wegen starker Knieprobleme erheblich gefährdet ist, muss Wollitz gegen Chemie wohl etwas experimentieren. Doch der Coach scheut sich nicht davor, in den Taktikbaukasten zu greifen. Er denkt offenbar sogar über den Wechsel zu einer Dreierkette in der Abwehr nach – dort könnte Jonas Zickert wieder auf neuer Position in der Startelf stehen. Wollitz betont: „Wir wollen ihn grundsätzlich im Team haben, weil er alles hat, was man als Fußballer braucht. Im Moment fällt es ihm auf dieser Position etwas leichter.“ Schon gegen Nordhausen hatte Zickert in Unterzahl die Cottbuser Abwehr stabilisiert.

Der Trainer vertraut darauf, dass seine Spieler inzwischen bereit für taktische Experimente seien. Er sagt sogar: „Die Mannschaft lechzt nach mehr Variabilität.“ Wichtigstes Element im sonntäglichen Chemie-Baukasten bleibe aber die Intensität. Wollitz betont: „Ich glaube, der Schlüssel liegt im hohen Spieltempo. Da sind wir besser und sicherer geworden.“ Deshalb lasse er gegen Chemie „die Leinen los“ in dem Wissen: „Zu Hause sind wir in der Lage, ein Spektakel zu bieten.“

Zuvor wird im Abschlusstraining im Eliaspark (Samstag, 10 Uhr) noch an der Taktik getüftelt. Schließlich soll es beim Übergang zur nächsten Entwicklungsstufe keine Fehlzündung im Energie-Labor geben.

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Unmittelbar nach dem Abpfiff gibt es hier auf LR Online eine Zusammenfassung mit den Höhepunkten des Spiels.

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