(jum) Kaum haben die Bayern die Lausitz verlassen, kündigt sich mit Borussia Dortmund schon das nächste Schwergewicht im Stadion der Freundschaft an. Doch nach den Wechselgerüchten um den Cottbuser Cheftrainer stellte sich den Ticketkäufern beim Vorverkaufsstart neben der Wahl des besten Platzes auch noch eine andere Frage: Steht Claus-Dieter Wollitz beim Benefizspiel im September überhaupt noch an der Seitenlinie?

Schließlich genießt der 54-Jährige in Cottbus viel Rückendeckung. Auf LR-Online waren die Leser in einer Abstimmung gefragt, ob sie sich den FC Energie nach drei Jahren Amtszeit noch ohne Cheftrainer Wollitz vorstellen können, was am Mittwochnachmittag etwas mehr als 55 Prozent verneinten.

Regina Kahra, Cottbus: „Er hat ja eigentlich gesagt, dass er ein Cottbuser ist und dass er in Cottbus bleibt. Aber sind wir mal ehrlich: Wenn jetzt ein Angebot aus Aue kommt und ihm dort ein besseres Gehalt gezahlt wird, dann wird er es wahrscheinlich auch machen – wer würde das auch nicht.“

Gerd Holzhause, Cottbus: „Ich weiß es nicht, ob Wollitz es machen wird, aber ich hoffe nicht darauf. Es wäre schon schade, weil er ein engagierter Trainer ist, der viel getan hat und jetzt gerade eine junge Mannschaft aufbaut. Dieses Team hat wahrscheinlich eine Zukunft. Das braucht Zeit, aber die muss man ihnen meiner Meinung nach auch geben. Und der Trainer ist sehr wichtig für diese Mannschaft.“

Daniel Rapp: „Ich weiß nicht, ob er tatsächlich nach Aue geht. Aber es gibt ja auch viele gute Trainer hier in der Region und Wollitz verdient wahrscheinlich auch gutes Geld. Mich würde es deshalb nicht stören, wenn er geht.“

Detlef Scholz, Schorbus: „Es wäre schlecht, wenn er Energie verlassen würde, weil er die Mannschaft aufgebaut hat. Zweitens wäre die Frage, ob man einen Trainer findet, der so gut mit der Jugend arbeiten kann wie er. Deshalb wäre es nicht gut für den Verein. Aber auf der anderen Seite ist es im Fußball genauso wie in der Wirtschaft: Wenn man ein besseres Angebot bekommt, geht man zu dem Verein, bei dem man besser Geld verdienen kann, das ist dann schon legitim. Ob es dann aber das Richtige für Wollitz ist – Aue ist ja ein ganz schöner Schleudersitz – weiß ich nicht. Hier würde er wahrscheinlich nicht entlassen werden. Aber so, wie er oft mit der Hand aufs Herz zeigt, vertraue ich auch darauf, dass er hier bleibt.“