Vor zwei Wochen gegen Jahn Regensburg (4:1) knallte er den Ball in den Winkel und wurde mit diesem spektakulären Kunstschuss für das "Tor des Monats" der ARD-Sportschau nominiert. Und am Samstag gegen Mainz II traf der Stürmer in der 6. Minute exakt in denselben Winkel zur 1:0 Führung.

Kann Michel neuerdings also nur spektakuläre Tore? "Das 2:0 war ja nicht ganz so spektakulär", räumt der "Energie-Fußballer des Jahres" schmunzelnd mit Blick auf den Abstauber-Treffer ein. "Der Torwart lässt den Ball prallen und ich stehe glücklich da." Man kann aber auch sagen: Er stand genau da, wo er in dieser Situation stehen musste.

Auf ungewohnter Position avancierte Michel gegen Mainz zum Mann des Spiels. Der Außenstürmer musste diesmal den grippekranken Tim Kleindienst in der Sturmspitze ersetzen. Eine Aufgabe, die Michel mit hohem Laufpensum und natürlich den beiden Toren bestens löste. Während Zbynek Pospech - der als Zentrumsstürmer ebenfalls für die Rolle als Kleindienst Ersatz denkbar gewesen wäre - die gesamten 90 Minuten auf der Bank schmorte, kassiert Michel ein extra Lob von Trainer Stefan Krämer. "Er hat viel geackert und war in vielen Phasen beim Pressing unser erster Abwehrspieler. Auf einer ungewohnten Position zwei Tore zu machen, finde ich nun nicht so schlecht", bemerkt Krämer.

Und auch zum zweiten Treffer von Michel hat der Trainer eine klare Meinung: "Das zweite Tor war vielleicht nicht ganz so spek takulär wie das erste Tor, aber mindestens genauso wichtig."

Denn es stellte für Energie am Samstag die Weichen auf Heimsieg. Von Peinlichkeit also gar keine Spur.

"Solche Geschenke

nimmt man gerne an."

Weitere Stimmen zu Michel und dem Energie-Sieg auf

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