Die Fans von Energie Cottbus schauten am Samstagnachmittag in die Röhre. Denn als die Heimpartie in der 3. Fußball-Liga gegen den VfL Osnabrück (1:2) in die entscheidende Phase ging, brach der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) plötzlich seine Liveübertragung aus dem Stadion der Freundschaft ab. In den sozialen Netzwerken machen seitdem die Fans ihrem Ärger massiv Luft.

Aber warum wurde die Übertragung zwei Minuten vor dem Ende des Spiels abgebrochen? Statt Fußball lief ab 16 Uhr aus der Konserve eine Reportage über Oldtimer. Der RBB hat sich inzwischen für die Panne entschuldigt. Hintergrund des plötzlichen Abbruchs der Übertragung sei nach Senderangaben ein Programmierfehler gewesen.

Der RBB hatte das Fußballspiel nur über sein Brandenburger Sendesignal gezeigt. Über das Berliner Sendesignal lief ein anderer Programminhalt. Um kurz nach 16 Uhr seien dann laut RBB beide Sendesignale wieder zusammengeführt worden – obwohl das Spiel in Cottbus noch lief. „Die Zusammenschaltung nach 16 Uhr war fest vorprogrammiert. Wir hatten dann kurzfristig keine technische Möglichkeit mehr, auf die außergewöhnlich lange Spieldauer im Stadion der Freundschaft zu reagieren“, erklärt rbb-Sprecher Justus Demmer. Er kündigt zudem an, dass man die Vorplanungen für den Sendeablauf genau unter die Lupe nehmen und aus dieser Panne Lehren für die Zukunft ziehen werde. „Wir bitten alle Fans, die vor dem Fernseher mitgefiebert haben, um Entschul­digung. Wir wissen, dass wir das beim nächsten Mal besser machen müssen“, betonte der Sprecher

Auch in den sozialen Netzwerken entschuldigte sich der RBB noch am Samstag bei den aufgebrachten Fans. „Wir haben heute aus drei Metern über das leere Tor geschossen und intern wird das auch gründlich ausgewertet und besprochen, da könnt Ihr Euch sicher sein“, heißt es bei Facebook.