"Pospa, müssen wir operieren?" Trotz des Schrecks hatte Energie-Trainer Stefan Krämer seine gute Laune nicht verloren. Selbst Zbynek Pospech, der am Boden lag, grinste den Schmerz weg und lehnte die Blitz-OP ab. Bei einem Zusammenprall kurz vor Ende des Nachmittagstrainings mit Robert Berger verletzte sich der Tscheche am rechten Fuß. Er wurde sofort von Mannschaftsarzt Hartmut Thamke und Physiotherapeut Oliver Krautz behandelt. "Ich hoffe, es ist nichts Schlimmeres", betonte Krämer.

Für die Mannschaft gab es ein Lob: "Jungs, das sah aus wie Fußball", so der Trainer. Krämer ließ erst das Spiel auf engem Raum üben, später gab es ein intensives Abschlussspiel. Dort zeigte sich der gute Geist der Mannschaft. Obwohl der Übungsleiter schon zweimal die letzte Szene angekündigt hatte, wollten die Profis unbedingt weiter spielen. Dass sich Pospech dabei nach einer ungestümen Attacke gegen Robert Berger selbst verletzte, war zwar bitter, musste aber einfach verkraftet werden. Er humpelte zwar bandagiert zum Mannschaftsbus, konnte dabei aber schon wieder lachen. So schlimm wird es also schon nicht sein.

Fabian Pawela konnte wegen leichter Adduktorenschmerzen auch am Nachmittag noch nicht mitwirken - immerhin drehte er am Trainingsplatz seine Runden. Auch Nikolas Ledgerwood und Thomas Hübener bekamen ein dosiertes Programm. Nachdem sie am Vormittag nach ihren Leistenoperationen ihr Comeback im Mannschaftstraining gegeben hatte, sollten sie nicht gleich zu sehr beansprucht werden. Dafür war Ronny Garbuschewski schon komplett im Einsatz.

Auch für den Sonntag sind zwei Trainingseinheiten geplant. Ob Pospech dann trotz der abgesagten Blitz-OP dabei sein wird, muss man abwarten.