So fielen die Tore:

0:1 Marc Heider (52.)
Nach starkem Einsatz von Marcos Alvarez im Zentrum und der Flanke von Benjamin Girth steht Heider am langen Pfosten frei.

1:1 Streli Mamba (54.)
Der Torjäger trifft postwendend aus spitzem Winkel durch die Beine von Torhüter Nils Körber und erzielt seinen elften Saisontreffer.

1:2 Benjamin Girth (75.)
Energie wird auf der linken Abwehrseite ausgespielt. Die Flanke erreicht den frei stehenden Girth am langen Pfosten.

So ging Energie ins Spiel: Es gab nur eine Veränderung in der Startelf im Vergleich zum 3:0-Sieg am Ostersonntag in Lotte. Fabian Holthaus rückte für Leon Schneider ins Team. Kapitän Kevin Weidlich, der wegen einer Zeh-Entzündung in dieser Woche kaum trainieren konnte, war ebenfalls dabei. Marcelo de Freitas – er hatte in Lotte aufgrund von muskulären Beschwerden gefehlt – saß zunächst auf der Bank, kam aber bereits in der 25. Minute in die Partie. Denn Fabian Holthaus verletzte sich an der Schulter und musste deshalb frühzeitig raus.

So verlief das Spiel: Energie war zunächst das aktivere Team. Doch auch die spielsicheren Gäste zeigten schnell, warum sie den anderen Teams in der 3. Liga weit enteilt sind und am vergangenen Wochenende bereits den Aufstieg gefeiert haben. Osnabrück stand kompakt in der Defensive und startete immer wieder gefährliche Gegenangriffe, meistens über Marcos Alvarez.

In der 30. Minute stürmte Streli Mamba auf das VfL-Tor zu, wurde im letzten Moment aber von Bashkim Ajdini im Strafraum gestört. Schiedsrichter Manuel Gräfe aus Berlin entschied in dieser kniffligen Situation wohl zu Recht auf weiterspielen. Mit dem 45-jährigen Gräfe hatte der Deutsche Fußball-Bund einen der erfahrensten Referees in die Lausitz geschickt.

In der 35. Minute knallte dann ein Schuss von Fabio Viteritti an den Pfosten. Kurz vor der Pause zog der Tabellenführer das Tempo an. Erst rettete Robert Müller bei einem Osnabrücker Konter in höchster Not (42.), dann verfehlte David Blacha das Tor (43.). Von Restalkohol nach nach den lila-weißen Feierlichkeiten am vergangenen Wochenende war in dieser Phase nicht zu spüren. Im Gegenteil: Das Pressing des VfL bereitete Energie große Probleme.

Die zweite Halbzeit startete mit der Führung für Osnabrück und dem postwendenden Ausgleich furios. Energie machte sich durch Fehler in der Defensive allerdings weiter selbst das Leben schwer. Beim zweiten Gäste-Treffer konnte Lasse Schlüter ausgerechnet an seinem 27. Geburtstag die Flanke auf Torschütze Benjamin Girth nicht verhindern.

Eine wirkliche Schlussoffensive gelang Energie nicht. In der 89. Minute kassierte Streli Mamba wegen einer Schwalbe die zehnte Gelbe Karte. Er ist damit am kommenden Sonntag im Auswärtsspiel gegen Uerdingen gesperrt.

So sieht die Statistik aus:
Energie Cottbus – VfL Osnabrück 1:2 (0:0)

Cottbus: Spahic - Weidlich, Müller, Matuwila, Schlüter - Hemmerich, Gjasula, Bohl (78. Rangelov), Holthaus (25. Marcelo) - Viteritti (63. Schneider), Mamba. Trainer: Wollitz

Osnabrück: Körber - Ajdini, Susac, Konrad, Agu - Blacha, Taffertshoffer - Amenyido (64. Farrona Pulido), Alvarez (89. Danneberg), Heider - Girth (80. Tigges).

Tore: 0:1 Heider (52.), 1:1 Mamba (54.), 1:2 Girth (75.); Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin); Zuschauer: 8034; Gelbe Karten: Bohl, Mamba / –.

Der RUNDSCHAU-Liveticker zum Nachlesen: Energie Cottbus – VfL Osnabrück

So sieht es in der Tabelle aus: Energie bleibt auf dem ersten Abstiegsrang und hat jetzt einen Punkt Rückstand auf das rettende Ufer, an dem es sich Großaspach aktuell bequem macht mit 39 Punkten. Jena kann am Sonntag aber noch vorbeiziehen an Cottbus und mit einem Sieg auf zwei Punkte davonziehen. Osnabrück ist dagegen nicht mehr einzuholen an der Spitze und steht als Meister fest.

So geht es weiter: Am nächsten Sonntag gastiert Energie Cottbus beim KFC Uerdingen. Die Partie findet in Duisburg statt, Anpfiff ist um 13 Uhr. Die RUNDSCHAU berichtet wie gewohnt im Liveticker vom drittletzten Spiel in dieser Saison.

Bildergalerie Energie wertet das Speil aus

Die Reaktionen zur 1:2-Niederlage gegen Osnabrück „Wir stehen da unten, weil wir uns um den Lohn bringen“

Cottbus