Die Form: Zuletzt gewann Münster souverän mit 4:0 gegen Schlusslicht Aalen. Im Jahr 2019 haben die Preußen erst ein Gegentor kassiert. Ihr große Stärke ist: Wenn sie erst einmal in Führung gegangen sind, dann gewinnen sie das Spiel. Das war in dieser Saison elfmal der Fall – kein weiteres Team der Liga hat so eine makellose Bilanz.

Das Hinspiel: Ausgerechnet der Ex-Cottbuser Martin Kobylanski erledigte Energie bereits in der Anfangsphase mit einem Doppelpack. Später bereitete er mit einem Freistoß auch noch das Tor zum 3:0-Endstand her. Für Energie begann in diesem Spiel auch eine unglaubliche Pechsträhne: Daniel Stanese zog sich eine Knieverletzung zu, im Laufe der Saison erwischte es viele weitere FCE-Profis.

Der Kader: Münster hat mit kleinem Etat gut gewirtschaftet. Rufat Dadashov (kam vom BFC Dynamo) hat schon sieben Tore geschossen. René Klingenburg, der auch schon mal bei Energie zu Verhandlungen vor Ort war und schließlich von Schalke II ins Münsterland wechselte, ist eine wichtige Stammkraft.

Der Trainer: Marco Antwerpen (47) hat aus dem abstiegsbedrohten Team in anderthalb Jahren einen Mannschaft mit Zweitliga-Ambitionen gemacht. Antwerpen hat aber angekündigt, dass er zu Saisonende in Münster aufhört. Sein Nachfolger soll in den kommenden Wochen bekanntgegeben werden.

Der Ex-Cottbuser: Martin Kobylanski hat 13 Jahre in Cottbus verbracht und bei Energie von der F-Jugend bis zur Profi-Elf alle Teams durchlaufen. Er kehrt nun in seine alte Heimat zurück. Zu FCE-Trainer Wollitz hat er weiterhin Kontakt und beschreibt: „Er war mein Mentor.“ Nach dem Doppelpack im Hinspiel gab Kobylanski zu: „So ein Spiel abzuliefern, das ist schon ein geiles Gefühl.“