Die Form: Der VfR Aalen hat seit sieben Spielen nicht mehr gewonnen und ist auf Rang 19 der Drittliga-Tabelle abgerutscht. Mit nur 15 Zählern haben die Aalener bereits drei Punkte Rückstand zu einem Nichtabstiegsplatz. Hauptproblem: Zuhause haben die Schwaben erst zwei Spiele gewonnen. Zuletzt im Kellerduell bei Eintracht Braunschweig gab es zumindest ein kleines Erfolgserlebnis. Der späte Ausgleichstreffer von Marcel Bär in der 87. Minute zum 2:2 gab den Aalenern zumindest etwas Zeit zum Durchatmen. Dennoch ist der VfR im Heimspiel gegen Cottbus fast schon zum Siegen verdammt, weil danach in diesem Jahr nur noch die beiden Topteams Rostock und Wehen Wiesbaden als Gegner anstehen. Allerdings: Cottbus konnte in bisher drei Spielen in Aalen noch nie gewinnen. Zuletzt gab es in der Abstiegssaison 2015/16 im Februar 2016 eine 0:3-Niederlage. Damals sah Christopher Schorch die Gelb-Rote Karte und bei der Rückfahrt vergaßen die Cottbuser, den Spanier Sergi Arimany mitzunehmen. Keine ruhmreiche Cottbuser Phase.

Der Kader: Gerade die Offensive mit Matthias Morys, Marcel Bär, Luca Schnellbacher oder Matti Trianni ist relativ namhaft besetzt. Doch mit nur 19 Treffern ist Aalen eines der torärmsten Teams der Liga. Die Abschlussschwäche ist das große Thema beim VfR. Trainer Argirios Giannikis sagte zuletzt zu „Telekom Sport“: „Wir reden jede Woche davon, dass wir eine gute Ballkontrolle haben, dass wir überlegen sind und Chancen herausspielen – wir machen sie nur nicht."

Der Trainer: Argirios Giannikis (38) übernahm im Sommer die Nachfolge von Peter Vollmann. Der gebürtige Nürnberger startete seine Trainerkarriere beim Karlsruher SC, war danach beim FC Ingolstadt als Co-Trainer tätig. Erste Erfahrung als Cheftrainer sammelte er bei Rot-Weiss Essen. Zum Amtsantritt in Aalen erklärte er, dass der VfR im Jahr 2021 zum 100-jährigen Bestehen den Aufstieg in die 2. Liga anpeilen wolle. Zurzeit ist es nicht vorstellbar, dass Giannikis dann noch im Amt ist. Eine Niederlage gegen Cottbus könnte das Aus für ihn bedeuten.