Der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) hat sich mit dem Thema Coronavirus und dessen Umgang in seinen Spielklassen beschäftigt – und nun zumindest ein Stück weit Klarheit geschaffen. „Zur Umsetzung der präventiven Maßnahmen, zur Vermeidung der Verbreitung des Coronavirus und zur Vermeidung von Spielausfällen, aber auch zur Minimierung wirtschaftlicher Schäden können die Heimvereine in begründeten Fällen kostenlose Anträge/Spielverlegungen beim Spielleiter stellen, die der Verband wohlwollend prüft“, heißt es in einer NOFV-Mitteilung.

„Entscheidungen zum Spielbetrieb richten sich konsequent nach den zuständigen behördlichen verbindlichen Anordnungen“, heißt es weiterhin. Bedeutet: Wenn gespielt wird, dürfen nur 1000 Zuschauer ins Stadion.

Der aktuelle Zuschauerschnitt von Energie Cottbus bei den Heimspielen im Stadion der Freundschaft liegt bei 6220 Besuchern.Elf von 18 Clubs der Regionalliga Nordost liegen derzeit unter der 1000-Personen-Grenze.

Zehn Prozent der Tickets müssen an Gastverein gehen

Für Spiele mit weniger Zuschauern muss die Verlegung rechtzeitig angemeldet werden. Finden Spiele mit einer Zuschauerbeschränkung auf unter 1000 Zuschauer statt, müssen dem Gastverein trotzdem zehn Prozent der Tickets zur Verfügung stehen.

Und bei Geisterspielen? „Bei Spielen unter Ausschluss der Öffentlichkeit sind durch die Vereine keine Spielabgaben an den Verband zu entrichten“, teilt der NOFV mit.

Erkrankter Spieler ist kein Grund für eine Spielabsage

„Erkrankt ein Spieler an dem Coronavirus und wird durch eine amtsärztliche oder behördliche Anordnung ohne weitere Einschränkung in den Hausarrest gesetzt, erfolgt keine Spielabsetzung“, teilt der NOFV weiter mit.

Sollte ein Spieler erkranken und Kontakt zu einzelnen Mitspielern/ oder Mitgliedern des Funktions­teams gehabt haben, ist dies dem Verband mit behördlichem Nachweis zu übermitteln. „Eine etwaige mögliche Spielabsage/Spielverlegung richtet sich nach den Festlegungen der behördlichen Anordnung.“

Grundsätzlicher Tipp des Verbands: „Den Vereinen wird empfohlen, grundsätzlich auf Handshake zu verzichten.“

Gibt es jetzt Termin-Chaos?

Die Vereine müssen nun selbst entscheiden, ob sie spielen oder nicht. NOFV-Geschäftsführer Holger Fuchs sagt in der Bild-Zeitung: „Die Entscheidung über die Spieldurchführung liegt bei den örtlichen Behörden und natürlich bei den Vereinen. Ich bin sicher, dass viele Vereine im Spielrhythmus belieben wollen." Die Folge: Ein Termin-Chaos wäre damit vorprogrammiert.