Erst als Claus-Dieter Wollitz mit Moritz Broschinski und Abdulkadir Beyazit zur zweiten Halbzeit zwei neue Angreifer eingewechselt hatte, kam Energie am Samstagnachmittag gegen Sparta Prag zu Torchancen. Die beiden jungen Stürmer konnten zwar die 0:2-Niederlage gegen den überlegenen tschechischen Traditionsclub nicht verhindern. Dennoch gehörten Broschinski und Beyazit zu den Lichtblicken des ersten Cottbuser Testspiels des Jahres.

Kritik mussten dagegen Dimitar Rangelov und Streli Mamba einstecken – Wollitz hatte die beiden Angreifer gemeinsam in der Startelf aufgeboten. Der Coach erklärte nach der Partie: „Das erste Gegentor darf so nicht passieren – ist aber passiert, weil unsere beiden Stürmer in der ersten Halbzeit überhaupt keine Organisation hinter den Ball hatten.“ Er verdeutlichte: „Wenn man nicht miteinander harmoniert, kann man auch keine offensiven Aktionen haben.“ Besonders kritisch sah Wollitz dabei das Abwehrverhalten der beiden Akteure und analysierte: „Prag hat mit einem klassischen Zehner gespielt, hat unseren Sechser herausgezogen, weil unsere beiden Stürmer nicht mitgemacht haben. Dann haben wir gegen so eine Mannschaft noch mehr Probleme.“

Lob bekam stattdessen Moritz Broschinski: „Er hat es in Sachen Defensivverhalten in der zweiten Halbzeit sehr viel besser gemacht und diesbezüglich hatten wir auch gleich die erste Torchance.“ Wollitz verglich: „Fakt ist, dass wir in der zweiten Halbzeit vier aussichtsreiche Möglichkeiten hatten, um Tore zu erzielen. Das war positiv.“

Positive Ansätze hat Wollitz auch bei Probespieler Liridon Vocaj gesehen. Der 25-Jährige kam in der 2. Halbzeit im Mittelfeld zum Einsatz. Wollitz berichtete lobend: „Vocaj kenne ich schon von Erfurt und Würzburg und wusste gar nicht, dass er ohne Vertrag ist. Er hat schon nachgewiesen, dass er in der 3. Liga bestehen kann. Ich wollte einfach mal nachsehen, in welchem Fitnesszustand er ist. Man hat gesehen, dass er seit einem halben Jahr ohne Verein ist. Man sieht aber auch, dass er weiß, wie man sich auf dem Spielfeld zu verhalten hat. Er gibt einen entscheidenden Pass. Man sieht Ansätze, aber man sieht, dass er keinen Rhythmus hat“.

Zudem nahm Wollitz auch noch einmal Stellung zum geplanten Umbruch und dem aktuellen Transferpoker. Mehr dazu in diesem RUNDSCHAU-Video.

Bildergalerie 29 Leon Schneider (Energie Cottbus, l.)