Als Nachfolger des am Dienstag beurlaubten Sportdirektors Roland Benschneider soll die Club-Legende mithelfen, die Spieler auf den Klassenerhalt einzuschwören.

Warum fiel die Wahl auf Ralf Lempke als neuen Teammanager?
Der ehemalige Kicker ist eine lebende Legende bei Energie Cottbus. In seiner aktiven Zeit als Spieler hat er von 1965 bis 1988 insgesamt 319 Partien im rot-weißen Trikot absolviert. In der ewigen Bestenliste liegt Lempke auf Rang vier hinter Detlef Irrgang (455), Maik Pohland (342) und Hajo Prinz (327). Bereits mit acht Jahren trat er dem Verein bei, der damals noch SC Cottbus hieß. Als Profi, genauer gesagt als Staatsamateur in der DDR, blieb er Energie stets treu. 1991 wurde Lempke eine besondere Ehre zuteil: Die Fans kürten ihn zum populärsten Energie-Fußballer der ersten 25 Jahre. Und anlässlich des kürz lichen Vereins jubiläums wurde Lempke von den Anhängern - natürlich - in die "Elf aus 50 Jahren Energie Cottbus" gewählt. Seit 2006 arbeitete er als Marketingleiter.

Wie geht Lempke seinen Job als Teammanager an?
Lempke will mit seiner Vita den Spielern noch einmal deutlich machen, wie wichtig der Klassenerhalt für Energie Cottbus ist. Er will ihnen "etwas vom Cottbuser ,Gen' weitergeben, an ihre Stärken appellieren, den Teamgeist fördern. Also Tugenden vermitteln, die Energie immer ausgezeichnet haben". Seine aktuelle Bestandsaufnahme: "Präsidium, Geschäftsführung und Cheftrainer haben erkannt, dass es rund um die Führung und Begleitung der Mannschaft ein Vakuum gibt in Sachen Kommunikation und Identifikation." Lempke hat sich vorgenommen, die Spieler bei der Ehre zu packen: "Mit Mimosen werden wir die aktuelle Situation jedenfalls nicht lösen."