Keine Frage, es ist nachvollziehbar, dass die Fans von Energie Cottbus nach diesem 2:3 bei Lok Leipzig extrem sauer sind. Dass Schiedsrichter Marko Wartmann mit gleich mehreren falschen, teils skandalösen Entscheidungen die Cottbuser Niederlage mitverursacht hat, ist ja auch höchstens damit zu erklären, dass in der 4. Liga eben auch nur viertklassige Referees am Werk sind.

Doch dieser Ärger bringt nix. Stattdessen sollten sich die FCE-Anhänger einfach an ihrer Mannschaft erfreuen. Die macht vielleicht nicht unbedingt in der Regionalliga-Tabelle, dafür aber auf dem Spielfeld richtig Spaß. Dieses Team hat so viel Potenzial und ist noch lange nicht mit seiner Entwicklung am Ende.

Der Verein muss ein zweites Jahr Regionalliga planen

Dieses Potenzial ist für den Verein ein Segen – und gleichzeitig eine Pflicht. Schon jetzt ist es zwingend notwendig, dass die Clubführung einen ganz konkreten Plan für die kommende Saison schmiedet. Dass Energie mit diesem verheißungsvollen, aber eben noch nicht stabilen Nachwuchsteam in diesem Jahr Regionalliga-Meister wird, ist kaum zu erwarten. Und für den Aufstieg wäre dann ja noch ein Erfolg in Relegation gegen eines der starken West-Teams wie Essen, Oberhausen, Köln oder Lotte notwendig. Das ist äußerst unwahrscheinlich.

Gerade deshalb ist es wichtig, dass Trainer Claus-Dieter Wollitz und auch seine Spieler frühzeitig wissen, dass und wie es weitergeht, wenn die „Mission Wiederaufstieg“ im ersten Jahr scheitern sollte. Ein intern gut besprochenes und extern verständlich erläutertes Konzept für ein zweites Jahr Regionalliga würde so viel Druck vom Kessel nehmen. Alle würden wissen, dass in den kommenden Wochen nicht nur der Tabellenstand sondern vor allem auch die Entwicklung der Mannschaft zählt. Und die Fußball-Lausitz könnte dann den erfrischenden FCE-Tempofußball, wie er zeitweise in Leipzig zu sehen war, einfach mal genießen – egal, wie schlecht der Schiedsrichter ist.

Hier geht es zum Spielbericht:

Lok Leipzig - Energie Cottbus 3:2 (0:1)

Hier sind die Stimmen zum Spiel:

„Wir haben das Spiel nicht zugemacht“

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