André Thoms war jahrelang Energies zweiter Mann hinter Tomislav Piplica. An ihm vorbeigekommen ist er allerdings nie. Im Interview spricht Thoms über seine Zeit mit der Torwartlegende.

Herr Thoms, Sie haben mehr als vier Jahre lang mit Piplica zusammengespielt. Welcher Moment ist Ihnen in Erinnerung geblieben?

Thoms Seitdem ich 18 war, hatte ich immer wieder Kontakt mit ihm. Ein schöner Moment war sicherlich das Abschiedsspiel, weil da viele Leute zusammengekommen und der Einladung gefolgt sind. Das war etwas Besonderes.

Was war er für ein Mensch und Teamkollege?

Thoms Er ist ein Mensch, der immer 100 Prozent gegeben hat, immer. Der immer hilfsbereit war, der als Typ immer geradeaus war. Er war definitiv ein angenehmer Zeitgenosse. Jeder hat seine Macken und auch wenn wir Konkurrenten waren, war es eine angenehme Konkurrenz. Ich war bedeutend jünger als er und er hatte einen riesigen Stand. Aber trotzdem war er immer hilfsbereit und geradeaus in seiner Meinung. Er hat sich immer reingehauen, egal ob im Wettkampf oder im Training.

Piplica war nun kein fehlerfreier Torwart. Wie war es für Sie, die Nummer zwei zu sein? Gab es Momente, in denen Sie dachten, dass Sie den Platz zwischen den Pfosten mehr verdient haben als er?

Thoms Nicht aufgrund von Fehlern, nein. Aber es gab eine Situation, wo er sich den Zeh gebrochen hat im Spiel gegen Ahlen. In der Halbzeit wurde geguckt, ob es für ihn weitergeht, und er hat das Spiel noch beendet. Danach hatten wir eine Woche spielfrei und dann ein Testspiel gegen die litauische Nationalmannschaft, wo ich ein gutes Spiel gemacht habe und wir gewonnen haben. Danach dachte ich, dass eine Chance bestehen würde, aber Petrik Sander hat nicht reagiert. Beim nächsten Spiel gegen Unterhaching stand dann Piplica in der Startaufstellung, der mit einem Spezialschuh gespielt hat. Das war ein Knackpunkt für mich.

Letzte Frage, Herr Thoms: Was wünschen Sie Piplica zum 50. Geburtstag?

Thoms Das Wichtigste ist immer die Gesundheit, der Rest kommt von ganz alleine. Er hatte immer gute Laune und die lustige Art soll er beibehalten. Dann wird er noch viele schöne Jahre haben und mehr brauch ich ihm nicht zu wünschen.

Mit André Thoms sprach
Josephine Japke