Von Jan Lehmann

Cottbus Ist die aktuelle Mannschaft von Energie Cottbus schon so weit wie die Aufstiegself aus der Rekordsaison 2017/18? In Sachen Beliebtheit bei den eigenen Anhängern ist sie zumindest auf einem sehr guten Weg, sagt Bianca Eifert-Koch. Die 30-Jährige ist die gewählte Fansprecherin bei Energie und beschreibt: „Diese Mannschaft ist für viele ein echtes Herzensding.“

Das liege laut Eifert-Koch, die in Fankreisen als „Urmel“ bekannt ist, vor allem daran, dass so viele Spieler aus dem Energie-Nachwuchs nun in der Regionalliga-Elf stehen. „Da heißt es im Fanblock: ,Unser Junge hat das Tor gemacht‘“, beschreibt Bianca Eifert-Koch. Spieler wie Moritz Broschinski, Tobias Eisenhuth oder Niklas Geisler kennen viele Anhänger schon länger. „Wenn die jetzt auflaufen, ist man als Fan ganz besonders stolz“, sagt die Fansprecherin die betont: „Das ist etwas anderes, als wenn ein Star mit größerem Namen nach Cottbus kommt. Da ist die Erwartungshaltung der Energie-Fans sehr groß, da sind sie auch sehr kritisch.“

Für junge Spieler hingegen gebe es uneingeschränkten Rückhalt: „Wenn sich einer besonders gut entwickelt, hat man als Fan das Gefühl, seinen Teil dazu beigetragen zu haben.“ Ähnlich sei es auch bei der Aufstiegs-Elf um Fabio Viteritti und Streli Mamba gewesen.

Die meisten dieser Spieler waren als eher unbekannte Akteure in die Lausitz gekommen und hatten sich dann  unter Trainer Claus-Dieter Wollitz einen Namen gemacht. „Diese Mannschaft war etwas Besonderes“, sagt Bianca Eifert-Koch aus Fansicht – und das nicht nur wegen des sportlichen Erfolges. „Man hat gespürt, dass sie einen besonderen Teamgeist hatten – und dieses Gefühl entwickelt sich derzeit auch wieder. Ich glaube, auch von der aktuellen Mannschaft wird man später noch sprechen. Das hier geht tiefer als in vielen anderen Jahren“, betont die Fansprecherin. Sie erklärt: „Es gibt keinen echten Star in der Mannschaft, dieser Teamgedanke kommt bei den Fans sehr gut an.“

Besonderen Augenmerk legt die 30-Jährige dabei auf Kapitän Dimitar Rangelov: „Er ist für die Fans ein alter Held und so etwas wie der väterliche Beschützer für die Jungs. Ich finde, dass er nahbarer geworden ist und auch sehr offen mit uns Fans spricht. Er hört sich unsere Meinungen an und verteidigt die Mannschaft. Das ist ein gutes Zeichen.“

Ob die junge Cottbuser Mannschaft aber auch schon reif genug für die nervenaufreibenden Aufstiegsspiele ist, will die langjährige Energie-Anhängerin nicht abschließend beurteilen. Sie sagt: „Das werden wir sehen: Wenn sie es sportlich hinbekommt, wird sie in der entscheidenden Phase auch dem Druck standhalten.“

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