(swr) Ein Jahrzehnt hatte er im Nachwuchs von Energie Cottbus verbracht und war letztmals 2015 für die zweite Mannschaft im Einsatz, nun feierte er seine Rückkehr in die Lausitz mit dem Bischofswerdaer FV: Fernando Lenk. Der gebürtige Elsterwerdaer führte den Tabellenletzten der Regionalliga Nordost am Sonntag als Kapitän aufs Feld und konnte trotz der 0:2-Niederlage auf ein gelungenes Gastspiel im Stadion der Freundschaft blicken.

„Der Auftritt hier war völlig in Ordnung“, sagte der 29-jährige Innenverteidiger nach der Partie. „Aber es fehlen einfach Punkte und Tore, die uns da unten helfen würden. Und somit bleibt es schwierig.“

Dass Fernando Lenk überhaupt nochmal ein Punktspiel im Stadion der Freundschaft bestreiten durfte, ist schon eine besondere Geschichte. 2011 war er zum 1. FC Magdeburg in die Regionalliga gewechselt, kehrte aber nach zwei Jahren zurück zum FCE, um mit Energie II in der Oberliga zu spielen. Mit seinem Engagement in der 6. Liga beim BSV Guben Nord zwischen 2015 und 2017 schien er sich eigentlich verabschiedet zu haben vom leistungsorientierten Fußball. Nun konnte er sich aber nochmal auf der großen Bühne zeigen. „Ich hätte nie gedacht, dass ich nochmal gegen die Erste spielen darf. Es war ein schönes Erlebnis für mich persönlich. Ich habe hier die Sportschule und alle Jugenden durchlaufen. Ich habe mich riesig drauf gefreut und schon damals, als Cottbus leider abgestiegen ist, geguckt, wann wir gegeneinander spielen“, sagte Lenk.

Verletzungen warfen ihn immer wieder zurück. Im September 2018 waren Kreuzband und Meniskus kaputt. Lenk: „Ich muss Woche für Woche gucken, welche Spiele ich wahrnehmen kann. Ich hoffe, dass ich in der Rückrunde besser Fuß fasse.“