Von Frank Noack

Keine Tore, aber einen Punkt gewonnen und ein wenig mehr Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt: Energie Cottbus kam im Nachholspiel bei der SpVgg Unterhaching am Mittwochabend zu einem 0:0-Remis und verkürzte den Abstand auf die Nichtabstiegszone der 3. Fußball-Liga auf einen Zähler. Die 1500 Zuschauer im Alpenbauer-Sportpark in Unterhaching sahen zunächst ein Spiel mit nur wenigen Torchancen. Nach der Pause steigerte sich der FCE, hatte aber mehrmals  nicht das nötige Glück im Abschluss, um sich zu belohnen.

Anfang Februar hatte Schiedsrichter Nicolas Winter aus Freckenfeld das Duell zwischen Unterhaching und dem FC Energie wegen starker Schneefälle wenige Stunden vor dem Anpfiff absagen müssen. Diesmal war zwar wieder der Winter zu Gast im Alpenbauer Sportpark im Süden von München – aber nur als Schiri: Denn Winter wurde erneut für diese Partie angesetzt.

Bei beiden Teams fehlten wichtige Leistungsträger im Vergleich zum vergangenen Wochenende. Für den Hachinger Torjäger Stephan Hain (13 Treffer) ist die Saison wegen einer Knöchelverletzung bereits beendet. Energie musste auf Fabio Viteritti verzichten. Er hatte nach dem 0:2 gegen Karlsruhe über Adduktorenbeschwerden geklagt. Trainer Claus-Dieter Wollitz sagte aber, dass dies nur eine Vorsichtsmaßnahme gewesen sei. Felix Geisler, der am Mittwoch seinen 22. Geburtstag feierte und vor dem Spiel höflicherweise vom Stadionsprecher beglückwünscht wurde, sowie Luke Hemmerich und Fabian Holthaus rückten neu in die Startelf.

Es war vom Anpfiff weg ein Spiel der Kategorie: Wann geht es denn so richtig los? Obwohl beide Teams durchaus kicken können, war der Ball in der 1. Halbzeit vor allem zwischen und eher selten im Strafraum unterwegs. Den Gastgebern merkte man die Verunsicherung nach den durchwachsenen Leistungen nach der Winterpause deutlich an. Haching ist auf Rang zehn abgerutscht, in acht Partien gab es nur einen Sieg und gerade einmal drei Treffer.

Und auch Energie war erst einmal um eine stabile Defensive bemüht. Wenn es doch mal gefährlich wurde, war meistens der Gegner mit einem Fehler beteiligt. So wie in der 5. Minute, als Energie-Verteidiger José-Junior Matuwila eine an sich harmlose Flanke mit einem Querschläger scharf machte. Der Versuch von Stefan Schimmer (23.) landete im FCE-Fanblock. Etwa 200 Cottbuser Anhänger unterstützten das Team in diesem Nachholspiel. In der 34. Minute bugsierte dann  Marcelo de Freitas den Ball mit Schulter und Rücken irgendwie in Richtung des Hachinger Tores – er spielte da schon nach einer Kopfverletzung mit Verband.

Kurz nach der Pause gab es dann aber die erste richtig gute Möglichkeit für den FCE. Geburtskind Geisler steckte zu Streli Mamba durch, aber der Torjäger scheiterte in der 56. Minute an Hachings Keeper Lukas Königshofer. Die Gäste bekamen die Partie nun immer besser in den Griff. Nach 72 Minuten krachte der Schuss von Mamba ans Lattenkreuz. In der 75. Minute ging ein abgefälschter Freistoß des eingewechselten Dimitar Rangelov knapp am Pfosten vorbei. Die Cottbuser Führung wäre durchaus verdient gewesen. Von Haching kam bis auf Möglichkeiten für Max Dombrowka (80.) und Stefan Schimmer (81.) nicht mehr viel. Die Gastgeber waren mit dem torlosen Remis offenbar zufriedener als Energie. Marcelo de Freitas hatte in der 83. Minute die nächste Großchance – aber auch er scheiterte. Als Rangelov dann nach einer Hemmerich-Eingabe auch nicht ins Tor traf, musste Energie mit dem Punkt leben.

Für Cottbus geht es am Montag mit dem Spiel beim FSV Zwickau weiter. Das Kellerduell in Westsachsen ist die Montagabend-Premiere für den FCE in dieser Saison.

Das Spiel zum Nachlesen im Liveticker.

Bildergalerie SpVgg Unterhaching gegen Energie Cottbus 0:0

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Reaktionen nach dem 0:0 in Unterhaching „In dieser Phase zählt jeder Punkt“

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