Eigentlich hätte Energie-Präsident Wolfgang Neubert gern mit Stolz auf das Jubiläumswochenende mit dem Festakt zum 50. Geburtstag von Energie Cottbus zurückgeschaut. Doch seine Freude wurde stark getrübt. In einem Interview auf der Vereinshomepage erklärt der Präsident: "Die Choreo der Fans auf der Osttribüne war überwältigend, Gänsehautfeeling pur. Auch der Festakt im Staatstheater übertraf all unsere Erwartungen, die Veranstaltung war feierlich, emotional, niveauvoll und kurzweilig. Wir können dennoch nicht rundum zufrieden sein, weil die Pyroaktion in der zweiten Halbzeit unsäglich und die Leistung der Mannschaft gegen Köln über weite Strecken enttäuschend war."

Besonders das gefährliche Feuer direkt über dem Familienblock beschäftigt den Verein. Neubert erklärt: "Da gibt es weder etwas zu verharmlosen noch zu relativieren. Uns erreichten bereits mehrere Beschwerden betroffener Zuschauer aus dem Unterrang, Sachbeschädigungen und Verletzungen wurden uns gemeldet. Ganz abgesehen von der Strafe, die uns nun durch das Sportgericht erwartet und erneut finanziell erschüttert. Mindestens genauso schlimm ist jedoch der Vertrauensmissbrauch, denn es gab im Vorfeld klare Absprachen und Regelungen mit den Choreo-Verantwortlichen. Wir müssen nun genau überlegen, welche Konsequenzen wir daraus zu ziehen haben." jal