Diese Torvorlage konnte sich sehen lassen. Mit einem tollen Pass auf Dimitar Rangelov hatte Leon Schneider am Samstag das 1:0 für Energie Cottbus eingeleitet und damit die Initialzündung für den 3:1-Auftaktsieg gegen die VSG Altglienicke gegeben. Es wird wohl seine vorerst letzte Torvorlage im Energie-Trikot im Stadion der Freundschaft gewesen sein.

Der Wechsel des 19-jährigen Verteidigers zum Erstliga-Aufsteiger 1. FC Köln steht nach RUNDSCHAU-Informationen fest. Schneider bestätigte gegenüber der RUNDSCHAU die Kontakte nach Köln, er will wechseln. Der Abwehrspieler sagte: „Ja, jeder Spieler will den nächsten Schritt gehen. Mal sehen, wie es verläuft.“

Perspektive auf Kölns Profi-Kader

Dem Vernehmen nach zahlt der 1. FC Köln eine Ablösesumme im unteren sechsstelligen Bereich. Schneider ist für die zweite Mannschaft in der Regionalliga West eingeplant, soll aber mit Perspektive auf den Profikader geholt werden. Wann genau der Wechsel nun von statten geht, ist offenbar noch nicht ganz klar. Schneider sagte: „Wir müssen noch ein bisschen abwarten, wie schnell es in dieser Woche geht.“ Auf RUNDSCHAU-Nachfrage bestätigte er, dass er am Dienstag im FCE-Auswärtsspiel bei Hertha BSC II (18 Uhr/LR-Liveticker) wohl noch einmal zum Einsatz kommen wird. „Davon gehe ich aus“, so Schneider.

Trainer Wollitz geht großes Talent verloren

Auch Trainer Claus-Dieter Wollitz geht fest davon aus, dass Schneider verkauft wird. Für den Coach ist der Abgang eines der größten Talente aus dem FCE-Nachwuchsleistungszentrum ein weiterer Grund dafür, die Ziele für diese Saison zu verändern. Mit deutlichen Worten hatte sich Wollitz nach dem Auftaktsieg an die Vereinsführung gewandt und gefordert, die „Mission Wiederaufstieg“ zurückzunehmen.

Für Schneider war indes wichtig, dass er mit Energie gut gestartet ist, trotz des Wirbels um seinen bevorstehenden Wechsel. Er berichtete: „Am Freitag kam ja die Nachricht in den Medien. Das hat mich eigentlich nicht weiter gestört. Immer wenn ich auf den Platz gehe, gebe ich alles für den Club.“ Der starke Pass auf Rangelov war dafür ein vorerst letzter Beweis.