Zwei Stunden tagte am Mittwochabend die Arbeitsgruppe zur Fortführung der Regionalliga Nordost – dann verkündete der Nordostdeutsche Fußballverband NOFV auf seiner Webseite, dass man sich einvernehmlich darauf geeinigt habe, „keine andere Wettbewerbsform“ umzusetzen. Heißt: K.o.-Spiele wird es nicht geben – sondern nur einen Spielbetrieb im klassischen Spieltags-Format. Damit ist auch die kleine Aufstiegschance für den FC Energie Cottbus de facto wieder dahin.
FCE-Präsident Sebastian Lemke hatte zuletzt schon eingeräumt, dass die Zeit gegen den FC Energie läuft: „Je länger die spielfreie Zeit dauert, desto unwahrscheinlicher ist es, dass noch Playoffs gespielt werden können. Unsere ohnehin nur kleine Aufstiegschance schwindet damit immer mehr.“

Keine K.o.-Spiele in der Regionalliga

Die Interessen waren von vornherein sehr unterschiedlich: Während Vereine wie der Berliner AK oder Carl Zeiss Jena für eine Aufteilung in Gruppen oder K.o.-Spiele plädieren, hatte der unangefochtene Spitzenreiter Viktoria Berlin daran kein Interesse. Dem Vernehmen nach war zuvor schon zwischen dem NOFV und dem Fernsehrechte-Inhaber MDR ein Disput über mögliche K.o.-Spiele im Europapokalmodus aufgekommen. Der TV-Sender befand die für sehr attraktiv, der Verband indes konnte sich nicht damit anfreunden.
Der knappen Mitteilung des Verbandes ist es zu entnehmen, dass die Vereine sich auf keine andere Lösung einigen konnten. In der Mitteilung heißt es: „Nach rund zwei Stunden einigte man sich darauf, zumindest die Hinrunde zügig und schnellstmöglich zu beenden, um den Aufsteiger in die 3. Liga zu ermitteln. Ob zusätzliche Meisterschaftsspiele, wenn möglich, durchgeführt werden, wird nach einer Online-Umfrage der Vereine entschieden.“
Über eine Veränderung der Abstiegsregelung soll zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden. Schon in der Vorsaison hatte es keine Absteiger gegeben, deshalb spielen in diesem Jahr 20 Teams in der Regionalliga Nordost.

Energie Cottbus trainiert dosiert

Über die Wiederaufnahme des Spielbetriebs gibt es keine neuen Angaben. Der Ball ruht noch mindestens bis zum 28. Februar. Am Wochenende 6./7. März sind die ersten Spiele anberaumt. Der neue NOFV-Präsident Hermann Winkler, der am Mittwochabend die Sitzung leitete, hatte vorab aber schon gegenüber dem MDR erklärt: „Wir sind abhängig von politischen Entscheidungen. Solange die Verfügungen so wie derzeit sind, können wir kein Fußball spielen.“
Aktuell wird beim FCE dosiert trainiert – die Spieler befinden sich weiterhin wie auch Trainer und Mitarbeiter der Geschäftsstelle in Kurzarbeit. Seit Montag hat Trainer Dirk Lottner dennoch regelmäßig auf dem Trainingsplatz zusammen. FCE-Präsident Sebastian Lemke hatte zudem gegenüber der Rundschau angekündigt: „Wenn am 6. März tatsächlich Spielstart ist, steigen wir am 15. Februar in den vollen Trainingsbetrieb ein.“

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