Der FC Energie Cottbus wird das Geschäftsjahr 2018 mit einem negativen Ergebnis abschließen. Das erklärte Präsident Werner Fahle am Donnerstag bei einer Medienrunde im Stadion der Freundschaft. Er berichtete: „Die Ausgaben für den Spielbetrieb haben die Einnahmen überstiegen.“ Eine konkrete Zahl des Fehlbetrags wollte der Präsident noch nicht nennen, weil der Geschäftsjahresabschluss noch nicht vollendet sei. Bei der zurückliegenden Mitgliederversammlung im vergangenen Juli hatte der FCE für das Geschäftsjahr 2017 einen Überschuss von 1,1 Millionen Euro verkündet. Dieses gute Jahresergebnis hatte der FCE vor allem den Einnahmen aus einem speziellen Transfergeschäft zu verdanken. Der Wechsel des früheren Cottbusers Maximilian Philipp vom SC Freiburg zu Borussia Dortmund hat den Cottbusern einen Millionenbetrag eingebracht.

Einen derartigen Geldregen gab es im Jahr 2018 dagegen nicht. Im Gegenteil: Werner Fahle konstatierte, dass beispielsweise weniger Zuschauer als geplant zu den Spielen ins Stadion der Freundschaft gekommen seien. Für die Drittliga-Saison hatte der FCE beispielsweise mit 7500 Zuschauern pro Spiel geplant. Aktuell liegt der Publikumsschnitt aber bei 7133 Gästen. Die vier Verpflichtungen von Robert Müller (32/KFC Uerdingen), Luke Hemmerich (20/Erzgebirge Aue), Daniel Bohl (24/Hallescher FC) und Jürgen Gjasula (33/Viktoria Berlin) in der Winterpause hätten allerdings nicht zum negativen Ergebnis beigetragen, so Fahle. Er sagte: „Dafür gab es eine finanzielle Unterstützung, und die ist genau dafür eingesetzt worden. Das hat das Ergebnis nicht belastet.“

Für das Jahr 2019 bedeutet das, dass Energie Cottbus weiter nur mit kleinem Portemonnaie unterwegs sein kann. „Wir müssen natürlich schauen, dass wir weiter einsparen“, sagte Fahle, betonte aber: „Es gibt nichts mehr substanziell einzusparen, wir müssen den Spielbetrieb aufrecht erhalten und zwei Stadien unterhalten.“ Neben dem Stadion der Freundschaft gehört dem Verein auch das Südstadion. Präsident Fahle sagte: „Es bleibt finanziell weiter sehr schwer für uns. Wir sind auf der Suche nach weiteren Sponsoren und schauen, dass wir auch noch andere Einnahmen generieren können.“