Auf Claus-Dieter Wollitz ­warten diesmal gleich zwei Herausforderungen.

Der Trainer will mit Energie Cottbus natürlich bei Tabellenführer VfL Osnabrück ein gutes Spiel auf den Rasen bringen. Im Stadion an der Bremer Brücke wird ­Wollitz an diesem Samstag aber auch mit seiner lila-weißen Vergangenheit konfrontiert.

Wie intensiv diese Beziehung gewesen sein muss, ist mir noch einmal bewusst geworden, als ich in dieser Woche die entsprechenden Bilder aus seiner Zeit als VfL-­Spieler und -Trainer gesichtet habe. Wollitz und Osnabrück – das waren Emotionen pur. Aber eben auch bis zur unrühm­lichen Beurlaubung im Mai 2013 wegen Kritik am Vereinsvorstand.

Er will an diesem Samstag bei der Rückkehr alle Emotionen außen vor lassen, hat der Trainer an­gekündigt. Wer Wollitz kennt, weiß, was das für eine Herausforderung ist.

Es wäre trotzdem gut, wenn es ihm gelingt. Erstens, um sich selbst zu schützen. Und zweitens, weil er sich nur dann ganz aufs Spiel konzentrieren kann.