Nicht ohne Neid hat man in der Vergangenheit aus Cottbus nach Jena geschaut. So einen Investor wie den Belgier Roland Duchatelet beim FC Carl Zeiss wünschte sich vermutlich so mancher Lausitzer auch für den FCE. Alles in allem soll der Millionär zehn Millionen Euro in die Spielbetriebs GmbH gepumpt, und dabei Schulden zeitweise erlassen haben. Allerdings mit der Maßgabe: Sobald es Carl Zeiss wirtschaftlich besser gehe, sind die Schulden wieder da. Und das ist nicht der einzige Haken in dieser schicksalhaften Verbindung. Auch wenn sich der Belgier aus dem Tagesgeschäft raushält – er fällt die wichtigen Entscheidungen. Angesichts der sportlichen Talfahrt wird dabei wieder mal deutlich: Finanzkraft ist wichtig für einen Profi-Club, sportliche Kompetenz bleibt aber  die entscheidende Größe. Und die ist nur in ganz seltenen Fällen ausgerechnet bei jenen Menschen im Übermaß vorhanden, die viele Millionen auf ihrem Konto haben.