Blaue Flecken, ein demoliertes Auto und ein tief sitzender Schrecken - so kehrte Andreas Brakmann vom Auswärtsspiel des FC Energie in Magdeburg (2:2) zurück. Der CTK-Chef war nach eigenen Angaben mit seinem Auto in eine gewaltbereite Gruppe Magdeburger geraten, als er nach Spielschluss das Stadiongelände verlassen wollte. Brakmann berichtet: "Es herrschte Chaos. Totaler Stau und nirgends Polizei. Die Leute schlugen und traten auf mein Auto ein."

Als der CTK-Chef ausstieg, sei die Situation eskaliert, er sei von den Angreifern geschlagen und in seiner Autotür eingeklemmt worden. Brakmann räumt ein: "Wenn meine Frau nicht im Auto gesessen hätte, wäre ich weggerannt."

So hätten sich die beiden im Fahrzeug verbarrikadiert und den Notruf gewählt. Die Polizei habe jedoch 20 lange Minuten auf sich warten lassen. Derweil hätten die Randalierer sein Fahrzeug demoliert und versucht, es umzukippen. Laut Brakmann sollen sogar zwei Ordner des 1. FC Magdeburg unter den Angreifern gewesen sein. Brakmann sagt: "Uns wurde übel gedroht. Meine Frau und ich sind noch immer geschockt."

Der 54-Jährige war auf Einladung beider Vereine Ehrengast. Brakmann war einst als von der Stadt bestellter FCM-Geschäftsführer ein wichtiger Mann für die Finanzen des Traditionsclubs. Seit seinem Wechsel Anfang dieses Jahres ans Cottbuser Klinikum, das Sponsor des FC Energie ist, hält Brakmann dem FCE die Daumen. Deshalb hatte er auch einen Energie-Schal umgelegt.

Der CTK-Chef kündigt einen Protestbrief an den Magdeburger Oberbürgermeister, den dortigen Polizeipräsidenten und den 1. FC Magdeburg an. Brakmann verlangt eine Entschuldigung und Schadenersatz.