Das war es also endgültig für Leon Schneider bei Energie Cottbus. Nach der 2:5-Niederlage gegen Hertha BSC II am Dienstagabend zog der 19-jährige Innenverteidiger sein rotes Trikot mit der Rückennummer 29 beinahe symbolträchtig aus und übergab es dem Energie-Museum als Andenken. Die Regionalliga-Partie bei der Berliner Bundesliga-Reserve am Dienstagabend war der letzte Auftritt von Schneider für den FCE. Denn der gebürtige Eisenhüttenstädter wird zum 1. FC Köln wechseln.

Schneider ist in Köln zunächst für die U23 eingeplant, soll aber perspektivisch für die erste Mannschaft aufgebaut werden. Er wird einen Vierjahresvertrag bis 2023 in der Domstadt unterschreiben. Die zweite Mannschaft des Bundesliga-Aufsteigers spielt derzeit in der Regionalliga West.

Bereits am Samstag nach dem 3:1-Auftaktsieg gegen die VSG Altglienicke hatte der Abwehrspieler den Wechsel nach Köln indirekt bestätigt. „Jeder Spieler will den nächsten Schritt gehen“, sagte Schneider im RUNDSCHAU-Video-Interview. Die Ablösesumme liegt bei 225000 Euro.

Außerdem gab es Verhandlungen mit den Zweitligisten Erzgebirge Aue, Hannover 96 und 1. FC Nürnberg. Diese Gespräche seien jedoch an der von Energie Cottbus geforderten Ablöse gescheitert, heißt es. In Köln trifft Schneider mit Torhüter Mateusz Trochanowski und Gabriel Boakye auf zwei ehemalige Cottbuser. Trainiert wird die Mannschaft vom Ex-Jenaer Mark Zimmermann. Nachwuchsleiter in Köln ist Matthias Heidrich, der schon bei Energie gearbeitet und jetzt den Transfer eingefädelt hat.

Es war ein Abschied mit Höhen und Tiefen für Leon Schneider, der als eines der größten Talente im Verein gilt. Beim Auftaktsieg gegen Altglienicke bereitete der U19-Nationalspieler das Cottbuser Führungstor durch Dimitar Rangelov mit einem mustergültigen Pass vor. Am Dienstagabend in Berlin wirkte der Youngster, der im Sommer sein Abitur an der Lausitzer Sportschule abgelegt hatte, dagegen in vielen Situationen genauso unsortiert wie seine Nebenleute in der Defensive.

Immerhin hat Energie Cottbus mit Ibrahim Hajtic (21) von den Würzburger Kickers bereits einen Nachfolger für die Innenverteidigung verpflichtet. Hajtic dürfte am Sonntag im Heimspiel gegen Rot-Weiß Erfurt (13.30 Uhr) erstmals das FCE-Trikot tragen. Zumal Abwehrchef Robert Müller nach seiner Rückenverletzung noch nicht einsatzbereit ist.

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