Das ist ein Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt. Energie Cottbus verliert das Montagspiel der 3. Fußball-Liga beim FSV Zwickau mit 1:2 (0:1). Der FCE hängt weiter bei 31 Punkten fest. Der Abstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz beträgt vier Punkte (Braunschweig/35). Zwickau ist jetzt sogar schon sechs Punkte entfernt.

Vor 5542 Zuschauern im Stadion Zwickau erzielte der Ex-Cottbuser Toni Wachsmuth in der 39. Minute die Führung. Dabei hatten die Gäste bei ihrer Montagabend-Premiere in dieser Saison über weite Strecken spielerische Vorteile, sie waren in vielen Aktionen im Abschluss aber nicht zwingend genug. Zwickau hatte seine besten Momente bei Standardsituationen. Auch das Tor von Wachsmuth fiel nach einem Eckball. Der FSV-Kapitän hatte in der Saison 2007/08 für Energie II gespielt. In der 69. Minute traf Lion Lauberbach zum 2:0. Kevin Weidlich gelang kurz vor Schluss nur noch der Anschlusstreffer (89.).

Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz hatte das Team im Vergleich zum 0:0 bei der SpVgg Unterhaching auf mehreren Positionen umgebaut. Er setzte diesmal wieder auf den Zwei-Mann-Sturm mit Kapitän Dimitar Rangelov und Streli Mamba. Auf der rechten Außenbahn rückte Luke Hemmerich in die Startelf. Dafür musste der Ex-Zwickauer Felix Geisler genau Marcelo de Freitas erst einmal auf die Bank.

Vor dem Anpfiff gab es dann übrigens ein Comeback im Stadion Zwickau – der Winter schaute nämlich noch einmal in Westsachsen vorbei. Bis zum Start der Partie hatten sich aber die Schneeschauer wieder verzogen. Trotzdem waren die Bedingungen für beide Mannschaften bei Temperaturen um den Gefrierpunkt alles andere als einfach.

Trotzdem suchte Energie auch diesmal wieder den Weg nach vorn. Bereits nach zwei Minuten flog Streli Mamba an einer Flanke von Luke Hemmerich nur knapp vorbei. Energie hatte in der Startphase leichte Feldvorteile. Zwickau meldete sich nach 20 Minuten zum ersten Mal in der Offensive an, als Danny Frick am langen Pfosten frei zum Kopfball kam. In der 30. Minute zischte ein mächtiger Schuss von Fabio Viteritti am linken Pfosten des Zwickauer Tores vorbei.

Es gab wie erwartet viele rassige Zweikämpfe in diesem Kellerduell, bei dem so viel auf dem Spiel stand. Zwickau hatte aus den vergangenen fünf Partien nur einen Sieg geholt, besaß aber trotzdem die bessere Ausgangsposition als die Gäste. Als sich die meisten Zuschauer bereits auf eine torlose erste Halbzeit eingerichtet hatten, fiel doch noch das 1:0 für Zwickau. Toni Wachsmuth kam nach einer Ecke eher an den Ball als FCE-Torhüter Kevin Rauhut und brachte die Gastgeber in Führung (39.). Auch beim 3:2-Sieg in Halle musste sich Rauhut bei einer ähnlichen Situation geschlagen geben.

Nach dieser Ernüchterung kam Energie lange vor den Gastgebern aus der Kabine zurück und wollte in der 2. Halbzeit eine Aufholjagd starten. In der 63. und 64. Minute verpasste Streli Mamba jeweils nach einer schönen Kombination den Ausgleichstreffer.

Auf der anderen Seite war Torhüter Rauhut dann jedoch machtlos beim Volleyschuss von Lion Lauberbach, der zu seinem ersten Saisontor kam und den FC Energie damit noch tiefer in den Abstiegsstrudel stieß. In spielerischer Hinsicht war es auch diesmal wieder eine ordentliche Leistung des Aufsteigers – allerdings nur bis zum gegnerischen Strafraum, wo Mamba (85.) und der eingewechselte Felix Geisler (86.) weitere Chancen auf die Wende in diesem Kellerduell auf dem Fuß hatten. Das 1:2 durch einen Kopfball von Weidlich kam letztlich zu spät.

Am Samstag steht für die Lausitzer das nächste Kellerduell auf dem Programm. Dann geht es zuhause gegen Fortuna Köln (14 Uhr). Ein Sieg ist dann beinahe schon Pflicht, um wieder näher an die Nichtabstiegszone heranzukommen.