Energie Cottbus hat einen richtig guten Lauf. In der Fußball-Regionalliga Nordost holte der FCE vier Siege aus den zurückliegenden fünf Spielen und liegt als Tabellenfünfter in Schlagdistanz zur Spitzengruppe.

Trotzdem sucht der Verein weiter nach neuen Spielern, um den Kader zu verstärken. Trainer Claus-Dieter Wollitz hofft, dass der jüngste Aufwärtstrend dem FCE auch auf dem Transfermarkt hilft. „Wir sind nach wie vor daran interessiert, den Kader breiter aufzustellen. Ich habe das Gefühl, dass der eine oder andere Spieler immer noch abgewartet hat. Mal sehen, ob sich das jetzt ändert“, sagte Wollitz nach dem 2:1-Auswärtssieg mit Mitkonkurrent Wacker Nordhausen am Sonntag, als die Gäste vor allem in der ersten halben Stunde in fußballerischer Hinsicht absolut überzeugend auftraten.

Energie Cottbus fehlt es noch in der Breite

Er stellte jedoch auch klar: „Wir möchte nach wie vor nur Spieler holen, die mit absoluter Überzeugung für Energie Cottbus spielen wollen.“

Die Qualität des Kaders wurde nach den schwierigen Anfängen beim Neuaufbau im Sommer zwar durch die Verpflichtung von Spielern wie Berkan Taz und Niclas Erlbeck inzwischen deutlich erhöht. Aber in der Breite fehlt es auf der einen oder anderen Position noch an Substanz. Leistungsträger wie Abwehrchef Robert Müller, Niclas Erlbeck im Mittelfeld und Torjäger Felix Brügmann sind derzeit nicht zu ersetzen.

„Ich mache mir Sorgen, wenn gewisse Spieler nicht zur Verfügung stehen. Das können wir derzeit nicht kompensieren. Uns fehlt es noch an Breite. Wir haben drei Stürmer – und sie haben alle gespielt“, erklärte Wollitz mit Blick auf die Partie am Sonntag in Nordhausen.

Energie sucht Verstärung für das defensive Mittelfeld

Das treffsichere Offensiv-Trio mit Brügmann, Kapitän Dimitar Rangelov und Taz hat großen Anteil am Cottbuser Aufschwung. Aber auch für das defensive Mittelfeld wird noch Verstärkung gesucht, um Erlbeck etwas zu entlasten. Dies gelang Tobias Eisenhuth zuletzt nur noch bedingt. Allerdings ist das Talent auch erst 18 Jahre alt und steckt damit noch mitten im fußballerischen Reifeprozess.

„Wir könnten mit weiteren Verstärkungen das eine oder andere noch stabiler machen. Außerdem könnte mancher Spieler auch mal eine Pause bekommen“, sagte Wollitz.

Verpflichtet werden dürfen derzeit allerdings nur vertragslose Spieler. Die nächste Wechselperiode beginnt erst am 1. Januar. Dann dürfen auch wieder Spieler von Verein zu Verein wechseln.

Ob Energie Cottbus bis dahin wartet oder schon eher zuschlägt, werden die nächsten Wochen zeigen. In jedem Fall hat der FCE mit der jüngsten Siegesserie auch seinen sportlichen Wert und damit die Attraktivität für potenzielle Neuzugänge erhöht.

Bildergalerie Philipp Knechtel (22/Germania Halberstadt)

„Fußballerisch sind wir schon weit“ Energie Cottbus will selbstbewusst nach oben

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