Eduard Geyer hält nichts von einer Fortsetzung der laufenden Fußball-Wettbewerbe. In seiner Kolumne im „Kicker“ (Montag) schreibt der letzte Auswahlcoach der DDR und Kulttrainer von Energie Cottbus: „Ich bin dafür, die Saison zu beenden.“

Der Entscheidung der Deutschen Fußball Liga, die Spielzeit mit Geisterspielen zu Ende bringen zu wollen, kann Geyer nicht nur Positives abgewinnen. „Natürlich wollen die Klubs die letzte Rate TV-Geld kassieren und ihr Überleben sichern. Das verstehe ich, aber ich finde es traurig, dass nur noch um des Geldes willen gespielt werden soll“, so der 75-Jährige. „Grundsätzlich bin ich dafür, die Saison zu beenden – ohne Wenn und Aber.“ Für diesen Fall schlägt Geyer vor: „Es sollte keinen Meister und keinen Absteiger geben, man sollte die Saison im nächsten Jahr wiederholen.“ Sportlich fair sei das zwar nicht, doch „die Krise ist eine ganz besondere Situation, wie sie vielleicht einmal in 50 Jahren vorkommt. Und entsprechend sollte man damit auch umgehen“.