Das kleine Museum sei in dem Jahr seines Bestehens sehr gut angenommen worden. "Wir hatten mehr als 1400 Besucher", so Koch. Dennoch habe sich die CMT gezwungen gesehen, die Kultureinrichtung aufzugeben. "Weil die Stadt ihren im ersten Jahr gewährten Zuschuss in Höhe von 20 000 Euro gestrichen und der Energieversorger Vattenfall seine Unterstützung eingestellt hat, haben wir keine andere Möglichkeit gesehen", sagt der CMT-Chef.Dabei hätte sich das Museum seiner Meinung nach zu einer günstigen Alternative zu dem aus Kostengründen aufgegebenen Museum am Amtsteich entwickeln können. "Den Inhalt der Ausstellung hätte das Stadtmuseum bestimmen können", so Koch. Allerdings sei sein Vorschlag beim Museumsleiter auf wenig Gegenliebe gestoßen.In der jetzigen Situation hält es der CMT-Geschäftsführer nach eigenen Worten für "wichtig, dass etwas Neues entsteht". Das geschehe durch die Einbeziehung des Raumes in das Parkcafé, das sich durch seine Wintergarten-Atmosphäre auszeichne. Bernd Koch: "Der Gast sitzt mitten im Park und erhält ein preiswertes Angebot. Wer das möchte, kann mit der Parkeisenbahn zum Parkcafé fahren, dort einkehren, danach wieder einsteigen und mit derselben Fahrkarte weiterfahren."20 000 Euro für die naturkundliche Ausstellung im Spreeauenpark seien im städtischen Haushalt einfach nicht vorhanden, betont Kultur-Fachbereichsleiter Bernd Warchold auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Abgesehen davon gelte: "Ein Museum lebt von seinen Mitarbeitern." Das Hauptproblem für den naturkundlichen Bereich der Städtischen Sammlungen bestehe im fehlenden Fachpersonal. Neueinstellungen seien aufgrund der Haushaltslage ausgeschlossen. Der einzige Weg für die Zukunft der Sammlung sei ihre Integration in das Stadtmuseum Bahnhofstraße 52. Geplant ist nach den Worten des Fachbereichsleiters die Aufnahme der Naturkunde in eine neue ständige Ausstellung. Einen Zeitplan dafür gebe es noch nicht. "Voraussetzung ist die Sanierung des Hauses", so Warchold. Es handle sich um eines der großen Sanierungsprojekte der Stadt mit Kosten im siebenstelligen Euro-Bereich. Noch sei unklar, wann gebaut werde. Warchold: "Dass solche Sanierungen einen langen Atem nötig machen, zeigen die Beispiele der Stadtbibliothek und des Konservatoriums, wo die Baumaßnahmen jetzt ins zehnte Jahr gehen." Ulrike Elsner