Lange sah es auch nach dem vierten Auswärtssieg aus, doch nach einem sicheren Vorsprung agierten die Elbestädter zu lässig und überheblich. Dabei begannen die Gäste überlegen, dominierten die erste Hälfte und verbuchten zahlreiche gute Chancen. Nach elf Minuten führte ein Freistoß zur ersten Großchance. David Otto setzte Steve Braune ein, dessen Pass konnte Marcus Beyer nicht verwerten. Kurz darauf eine Doppelmöglichkeit: Einen Hinterhaltschuss von Henry Bartzsch parierte der Preußen-Keeper, eine Flanke von Marcus Beyer brachte Tommy Rink per Kopf nicht unter. Doch nach 25 Minuten war die Führung fällig. Durch einen klasse Diagonalpass von Andreas Fiedler wurde Tommy Rink in Szene gesetzt, dessen Hereingabe Marcus Beyer sicher zum 0:1 verwandelte. Nachdem erneut der Preußen-Torwart eine Direktabnahme von Florian Beyer entschärfen konnte, stand den Elbestädtern das Glück zur Seite. Frankfurt hatte nach einem Stellungsfehler eine Riesenchance, doch der Akteur vergab vor dem leeren Tor. Den perfekten Abschluss vor der Pause fand Mühlberg. Florian Beyer setzte beherzt nach, erkämpfte sich die Kugel, und seine Eingabe bugsierte Marcus Beyer mit vereinten Kräften mit seinem Gegenspieler in die Maschen (0:2). Mühlberg versäumte es, mit einem dritten Treffer die Entscheidung herbeizuführen. Kurz nach Wiederanpfiff boten sich beste Gelegenheiten, die aber schlampig ausgelassen wurden. In der 47. Minute war Steve Braune allein durchgebrochen und scheiterte am Schlussmann. Auch Tommy Rink konnte eine Kombination nicht erfolgbringend abschließen. So behielt eine Fußballweisheit recht: "Wenn du vorn die Tore nicht machst, kriegst du sie hinten rein!" Nach 63 Minuten schien der Ball geklärt, doch die Preußen kamen in den Besitz und trafen durch Dimitrios Gegas zum 1:2-Anschluss. Es folgte die entscheidende Phase. Erst vergab Frankfurt die Ausgleichschance, im Gegenzug verpasste Beyer die Möglichkeit zum 1:3. Dann verlor Empor im Mittelfeld in der Vorwärtsbewegung den Ball, Fatos Bunjaku nutzte den Pass in den Rücken zum 2:2-Ausgleich. In der Schlusszeit ließen beide Teams Chancen zum Siegtreffer aus. red/Herrmann