Dazu zählt er zum Beispiel die Makula-Degeneration, ein Verlust der Sehschärfe, der von der Mitte des Gesichtsfeldes ausgeht.

Der Elsterwerdaer will anlässlich der gegenwärtig laufenden Woche des Sehens und des Tages des weißen Stockes am heutigen Samstag auf die Angebote der Bezirksgruppe und des Verbandes aufmerksam machen. „Wir können nichts gegen die Krankheit tun, aber bei der Nachsorge Unterstützung und Hilfe anbieten“, sagt Krüger. Der Bedarf dafür sei vorhanden: 260 Menschen im Elbe-Elster-Kreis haben den Status „Blind“ in ihrem Schwerbehindertenausweis stehen. In Brandenburg seien davon fast 6000 Menschen betroffen. „So lange die Betroffenen keine Pflegestufe haben, erhalten sie den Nachteilsausgleich Blindengeld“, erklärt der Elsterwerdaer.

Bei rechtlichen Fragen wie diesen können der Verband und die regionale Selbsthilfegruppe beraten, zählt Willfried Krüger einen Vorteil einer Mitgliedschaft auf. Außerdem könne er jede Menge hilfreiche Tipps zu Hilfsmitteln geben, die den Alltag von Sehbehinderten und Blinden erleichtern können. Dank verschiedener spezieller Geräte hat es der Elsterwerdaer zum Beispiel geschafft, in Zeischa für seine zwei fünf- und sein siebenjähriges Enkelkind ein großes Holzsegelschiff zu bauen. Hilfreich seien aber auch Lese- und Akustikgeräte sowie die Angebote der Hörbücherei.

Die Selbsthilfegruppe um Willfried Krüger, zu der Mitglieder aus dem Altkreisgebiet von Bad Liebenwerda gehören, trifft sich in der Regel einmal im Monat zum Erfahrungsaustausch. Auch thematische Veranstaltungen werden durchgeführt. Als nächste interessante Runde kündigt Krüger eine Mitgliederversammlung für den 10. November an. Dazu hat er der Elsterwerdaer Bauamtsleiter Uwe Schaefer zum Thema „barrierefreie Stadt“ eingeladen. Ihm wollen die Sehbehinderten jene „Stolperfallen“ aufzählen, die für sie Probleme darstellen.

Kontakt: Willfried Krüger, Telefon 03533 3450