Die Gäste aus Mücheln reisten mit voller Besetzung an und wollten unbedingt die begehrten zwei Punkte mitnehmen. Mit Klein hatte man sogar eine Verstärkung aus der ersten Mannschaft angefordert, doch der blieb hinter den Erwartungen zurück.

Besser machte es sein Mitstreiter Hey, der mit starken 914 Kegeln die Tagesbestleistung erzielte. Bei den Gastgebern verfehlte Scheibe aufgrund leichter Unsicherheiten knapp die 900er-Marke. Er machte aber dennoch ein gutes Spiel. Ganz im Gegensatz zu Groschopp, bei dem der Wurm drin war. Die sonst so sichere Bank im Startdurchgang des ESV enttäuschte an diesem Tag. Geiseltal führte mit 46 Kegeln. In der Mitte machte Lok anfangs mehr Druck und verkürzte den Rückstand. Besonders Kube war spielfreudig und nahm seinem Kontrahenten mehr als 70 Kegel ab. Werner suchte ähnlich wie Groschopp nach einer klaren Linie, doch nach 134 Wurf reagierte Mannschaftskapitän Uwe Scheibe und nahm ihn aus der Partie. Der eingewechselte Kläber rechtfertigte seinen Einsatz mit tadellosen 229 Kegeln auf der vierten Bahn und hatte maßgeblichen Anteil daran, dass Elsterwerda mit 15 Kegeln Vorsprung in den Schlussdurchgang gehen konnte.

Die prall gefüllte Kegelhalle erlebte jetzt einen offenen Schlagabtausch, bei dem die Anhaltiner mit Witte und Keck bestens aufgestellt waren. Aber der ESV kämpfte und blieb trotz größter Anspannung jederzeit auf Augenhöhe. Ein großes Lob gebührt den Fans, die ihren ESV in dieser Phase sensationell nach vorne peitschten. Die größte Drangperiode der Gäste konterte Horn mit phänomenalen 257 Kegeln auf der zweiten Bahn.

Die Entscheidung fiel mit den letzten Würfen. Während Horn noch deutlich abbaute und sich auch bei Mücheln immer mehr Fehler einschlichen, behielt Martin Exner die nötige Ruhe und sicherte Elsterwerda mit starken Abräumern den heiß umkämpften Sieg mit dem hauchdünnen Vorsprung.

Die Ergebnisse: Uwe Scheibe 898:858 Marco Klein, Robert Groschopp 828:914 Reinhard Hey, Rüdiger Werner/Stefan Kläber 560/273:844 Hans-Werner Jahnke, Benjamin Kube 896:824 Andreas Preßler, Günter Horn 863:876 André Witte, Martin Exner 891:884 Matthias Keck.