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Elementarschadenpolice lohnt sich – nicht nur in Hochwassergebieten

Wasser im Keller deckt die Elementarschadenversicherung ab.
Wasser im Keller deckt die Elementarschadenversicherung ab. FOTO: dpa
Berlin. Immer wieder sorgen Naturgewalten wie der Orkan "Niklas" für schwere Schäden an Häusern. Nicht immer aber sind Hausbesitzer für solche Ereignisse ausreichend versichert, erklärt Arno Schubach von der Arbeitsgemeinschaft Versicherungsrecht im Deutschen Anwaltverein. dpa

Zwar kommt eine Gebäudeversicherung bei Sturm für abgedeckte Dächer und Schäden durch umgestürzte Bäume auf. Sind durch das Unwetter aber Keller überflutet, hilft nur die Elementarschadenversicherung. Sie deckt zum Beispiel auch Schäden durch Rückstau ab.

"Viele Menschen verbinden die Elementarschadenversicherung vor allem mit Hochwasser", erklärt Schubach. Und wer nicht in einem typischen Hochwassergebiet lebt, sehe die Police womöglich als Ausgabe an, die er sich sparen kann. Das kann im Ernstfall aber teuer werden. Neben Schäden durch Rückstau deckt eine solche Police auch Schäden durch Schneedruck, Erdsenkung, Erdbeben, Erdrutsch oder Lawinen ab. "Wer sich dies vor Augen führt, sollte eigentlich sofort erkennen, dass eine oder mehrere dieser Gefahren auch ihn treffen können", sagt der Versicherungsexperte.

Eine Elementarschadenversicherung wird in der Regel nicht als einzelner Vertrag, sondern als Zusatzbaustein zur Wohngebäude- und Hausratversicherung angeboten, erklärt der Gesamtverband deutscher Versicherungsunternehmen (GDV). Viele Versicherer bieten die Hausrat- und Wohngebäudeversicherung bereits inklusive der Elementarschadenversicherung an. Wer sie nicht nutzen möchte, muss sie den Angaben zufolge gezielt abwählen.