Am vierten Kunstmarkt im Kulturforum der Lausitzer Braunkohle dicht an der noch aktiven Bergbaukante bei Neupetershain nahmen insgesamt vierundzwanzig Künstler der gesamten Großregion zwischen Cottbus und Berlin teil. Aus der Elbe-Elster-Region bereicherten Antje Bräuer, Catrin Große, Angela Willeke und Monika Böttger für ihren verstorbenen Mann Eckhard Böttger den bunten Reigen der ganz unterschiedlichen Kunstangebote auf Gut Geisendorf.

Für zahlreiche Besucher auch aus dem Elbe-Elster-Kreis bot der Geisendorfer Kunstmarkt mit seinem besonderen Flair und mit musikalischer Untermalung und Kaffeebetreuung Gelegenheit, sich im Kunstangebot der Region umzuschauen und den einen oder anderen Kauf zu tätigen. Zufrieden zeigten sich auch die Künstler über das Interesse der Besucher. ,,Nicht nur die Verkäufe sind wichtig, sondern auch, mit vielen Leuten ins Gespräch zu kommen und auf das eigene Schaffen aufmerksam machen zu können", sagte die Doberluger Malerin und Graphikerin Catrin Große, und die Schmuckkünstlerin Antje Bräuer aus Hohenleipisch stimmte zu.

Mit Staunen blätterten sich Besucher durch den umfangreichen Nachlass an Farbbildern und Grafiken von Eckhard Böttger. Die Glaskünstlerin Angela Willeke aus Werenzhain nutzte die Gelegenheit, neben ihren gläsernen Pflastersteinen und Fotoarbeiten, mit feingliedrigen ,,Skriptualen Glaskreationen" Bildwerke der besonderen Art als ihre neuesten künstlerischen Ideen zu zeigen und anzubieten.

Für Angela Willeke stellte der Geisendorfer Kunstmarkt einen entspannten Endpunkt eines ereignisreichen und arbeitsreichen Projekt- und Ausstellungsjahres dar. Nach der Vorstellung ihres Kunstbandes ,,Glas Licht Raum" zur Elbe-Elster-Buchwoche im März folgten unter anderem große Personalausstellungen zum Tag des Offenen Ateliers in ihrem Werenzhainer Atelier, in der Neuen Galerie in Wünsdorf, in Berlin und zuletzt in Weimar. An ihrem einstigen Studienort Weimar läuft noch bis zum 8. November in der Galerie Profil ihre Präsentation ,,Glasskulptur, Installationen und Fotografik".

Einen Einblick bekommen die Besucher hier auch in die Arbeitsweise der Künstlerin, die gern den Werkstoff Glas mit Materialien wie Holz und Metall zusammenführt.

Jetzt will sich Angela Willeke wieder intensiv der Arbeit im heimischen Atelier widmen. Gern würde sie im kommenden Jahr ein zweites Buchprojekt realisieren. Nach dem Schwerpunkt Lichtstrukturen im ersten Buch möchte sie ihr architekturbezogenes Kunstschaffen dokumentieren.