ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 10:46 Uhr

Arbeitsloser NHL-Profi
DEB-Team fährt ohne Rieder zur WM

Berlin. Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft muss bei der WM in Dänemark (4. bis 20. Mai) ohne NHL-Profi Tobias Rieder auskommen. Der Stürmer der Los Angeles Kings hat seine Teilnahme abgesagt, berichtete Bundestrainer Marco Sturm nach dem 2:1 nach Verlängerung im Vorbereitungsspiel gegen Frankreich in Berlin.

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft muss bei der WM in Dänemark (4. bis 20. Mai) ohne NHL-Profi Tobias Rieder auskommen. Der Stürmer der Los Angeles Kings hat seine Teilnahme abgesagt, berichtete Bundestrainer Marco Sturm nach dem 2:1 nach Verlängerung im Vorbereitungsspiel gegen Frankreich in Berlin.

"Er hat momentan keinen Vertrag", erklärte Sturm: "Diese Situation hatten wir schon vor zwei Jahren, da hat er sich dann bei der WM verletzt. Dieses Risiko will er nicht mehr eingehen."

Zwei schwere Verletzungen bei WM

Der 25-jährige Rieder, der Mitte Februar von den Arizona Coyotes nach L.A. gewechselt war, schied mit den Kings bereits in der ersten Play-off-Runde um den Stanley Cup aus. In den vergangenen beiden Jahren erlitt der Landshuter bei der WM jeweils schwerwiegende Verletzungen.

Neben Stürmerstar Leon Draisaitl kann Sturm in Dänemark auch auf die NHL-Verteidiger Dennis Seidenberg (New York Islanders) und Korbinian Holzer (Anaheim Ducks) setzen. Routinier Seidenberg (36), der die Play-offs verpasst hatte, stößt bereits bei den letzten Testspielen in Dänemark zum Team - am Mittwoch (19.30 Uhr/Sport1.de) gegen den WM-Gastgeber und am Freitag (13.30 Uhr/Sport1) gegen Südkorea.

Holzer, der wie Rieder in der ersten Runde scheiterte, trifft laut Sturm erst am Mittwoch in Deutschland ein. Deshalb kann der 30-Jährige die doppelte Generalprobe nicht bestreiten. Das gilt auch für die Nationalspieler der beiden DEL-Finalisten Red Bull München und Eisbären Berlin, die erst kurz vor dem WM-Auftakt am 4. Mai gegen Gastgeber Dänemark die Mannschaft komplettieren werden.

Zehn Silber-Helden von Pyeongchang dabei

Insgesamt zehn Silbermedaillengewinner von Pyeongchang stehen in der Endspielserie auf dem Eis, nicht alle werden bei der WM spielen. "Wir müssen abwarten, wer die Frische hat und verletzungsfrei ist", sagte Sturm: "Es gibt einige Verletzte, die momentan spielen, aber bei der WM nicht spielen können." Unter anderem plagt sich der Münchner Jungstar Dominik Kahun, der in der nächsten Saison in die NHL wechseln möchte, mit einer Handverletzung herum.

Aus dem WM-Kader strich Sturm nach sechs von acht Vorbereitungsspielen die Schwenninger Benedikt Brückner und Simon Danner sowie den Augsburger Jaroslav Hafenrichter.

(sid)