Der Sport war schon immer bestimmender Lebensinhalt des elfmaligen DDR-Meister mit Dynamo Weißwasser und 56-fachen Nationalspielers. Mit sechs Jahren machte Blümel auf dem Braunsteich in Weißwasser die ersten Gehversuche und legte damals den Grundstein für eine erfolgreiche Karriere. Er prägte das Weißwasseraner Eishockey in den 50-er und 60-er Jahren erst als Spieler, anschließend dann als Trainer. „Wolfgang Blümel war einer der besten Techniker, den wir hier in Weißwasser je hatten“, sagt Ex-Torhüter Klaus Hirche. „Die schwarze Maske“, wie Hirche genannt wurde, stand mit Blümel gemeinsam auf dem Eis und wurde anschließend von ihm als Trainer begleitet. Später waren Blümel und Hirche dann Kollegen hinter der Bande. „Ich habe an ihm sehr geschätzt, dass er stets ein absolut fairer Sportsmann war“, erzählt Hirche.

Auch die Zäsur durch den zweiten Weltkrieg und die anschließende Gefangenschaft steckte Blümel trotz Krankheit und Gewichtsverlust weg. Herbert Tschätsch hebt in seinem Buch „Das Lausitzer Eishockeywunder von Weißwasser“ vor allem die Willenskraft und Selbstüberwindung Blümels hervor: „Nach Beendigung der Arbeit als Schlosser im Spezialglaswerk Einheit trieb es ihn in der Winterzeit immer wieder zum Braunsteich. Er trainierte und übte und eines Tages war es geschafft. An der Seite seiner Mannschaftskameraden Kurt Stürmer, der Brüder Siegfried und Paul Mann, Wolfgang Nickel, Herbert Tschätsch, Hans Mack, Günter Schischefski, Willi Hermann und Heinz Lachmann erkämpfte er sich den ersten DDR-Meistertitel, der mit einem Triumphzug durch die Straßen von Weißwasser seine Krönung fand.“

Wolfgang Blümel beendete 1961 seine erfolgreiche Karriere. Danach arbeitete er als Trainer bei Dynamo Weißwasser und war bis Erreichen des Rentenalters 1989 Objektleiter im Eisstadion. Den Puckjägern in Weißwasser ist er nach wie vor verbunden.