Hunderte Besucher kamen gestern zum Knut-Gehege im ältesten Zoo Deutschlands. Der Jungstar ließ sich weder von den vielen Gästen noch von einer Ansprache oder Dutzenden Kamerateams aus der Ruhe bringen. Knut räkelte sich lässig, poste und wälzte sich am Boden. Und putzte gelassen seine Geburtstagstorte mit Kartoffeln, Möhren, Reis und Mangold in einer halben Stunde weg.
Die Zeiten, in denen Kuschel-Knut von seinem Ziehvater und Pfleger Thomas Dörflein gebürstet wurde, sind vorbei. Doch Dörflein durfte seinem Schützling noch den Festschmaus servieren. Die mit einer „1“ verzierte hölzerne Kerze von der Torte schleppte Knut dann als Spielzeug ab.
„Der Bär hat ein ganz gesundes Selbstbewusstsein“ , sagte Zoo-Chef Bernhard Blaszkiewitz in seiner Mini-Festrede vor dem Gehege. Zoo-Eisbären könnten ein Alter von 40 Jahren erreichen. „Wir wünschen Knut, dass er so alt wird.“
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD), der seinem „Patentier“ schon am Wochenende einen Jubiläums-Besuch abgestattet hatte, erklärte gestern: „Das Geburtstagsgeschenk für Knut ist, dass wir für seine Verwandten das Eis erhalten wollen in der Arktis.“
Und die Berliner konnte Zoodirektor Blaszkiewitz beruhigen. "Ein Umzug von Knut steht derzeit nicht auf der Tagesordnung", sagte er.