Bis dahin können Bürger den Plan in öffentlichen Einrichtungen, etwa bei der Kreisverwaltung, einsehen und Stellungnahmen dazu abgeben.

Im Teilregionalplan sind die Flächen verzeichnet, die die Regionale Planungsgemeinschaft für eine Nutzung mit Windkraftanlagen vorsieht. Der letzte Regionalplan war vom Oberverwaltungsgericht gekippt worden, deshalb war ein neuer nötig. Diesen hat die Regionalversammlung im Juni beschlossen. Nun sind Bürger und Kommunen eingeladen, sich dazu zu äußern. Sie können etwa Stellung beziehen, warum ein im Plan vorgesehenes Windeignungsgebiet nicht ausgewiesen werden sollte. Möglich ist auch, die Aufnahme weiterer Eignungsgebiete zu fordern.

"Jeder Bürger kann eine Stellungnahme abgeben", erklärte Rechtsanwalt Peter Böhner am Freitagabend während einer Versammlung von Bürgerinitiativen in Klein Bademeusel. Böhner, der mit seiner Initiative "Ja zu Windenergie! Nein zu Windrädern im Wald" gegen das Windeignungsgebiet Bahren West und den darauf geplanten Windpark Jerischke kämpft, hat bereits eine eigene Stellungnahme abgegeben und ermutigte die anderen Bürger, diese Chance ebenfalls noch bis Ende der Woche zu nutzen. Jede Einwendung müsse bearbeitet werden, berichtet Böhner.

Die Regionale Planungsgemeinschaft wird dies ab der kommenden Woche tun. Die Hinweise werden erfasst und abgewogen. Am Ende steht dann eine Endfassung des Teilregionalplanes, die von der Regionalversammlung beschlossen werden kann.

Gerechnet wird damit, dass sich das Verfahren bis Anfang 2014 hinziehen kann. Erst dann erlangt der Teilregionalplan Kraft. In der Übergangsphase sind lokale Planverfahren möglich, um Windparks, die im Teilregionalplan nicht vorgesehen sind, fertigzustellen.

Im Spree-Neiße-Kreis sind neun Einzugsgebiete ausgewiesen:

Wind 04 bei Sembten,

Wind 09 bei Schenkendöbern,

Wind 19 bei Briesnig,

Wind 32 bei Groß Schacksdorf,

Wind 35 bei Greifenhain,

Wind 36 Auras-Süd,

Wind 45 Bahren-West,

Wind 53 bei Proschim und

Wind 54 bei Spremberg.

Der Teilregionalplan kann etwa bei der Kreisverwaltung während der Dienstzeiten im Fachbereich Bau und Planung, Zimmer A 3.14 eingesehen werden.

Schriftliche Hinweise zum Planentwurf und zum Umweltbericht san die Regionale Planungsgemeinschaft Lausitz-Spreewald, Gulbener Straße 24, 03046 Cottbus oder per E-Mail an poststelle@rpgls.brandenburg.de.