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Einschulungsstopp in Wadelsdorf sorgt für Probleme

Hornow-Wadelsdorf. Den Fami lien, deren Kinder ab Sommer eigentlich in der Grundschule Wadelsdorf eingeschult werden sollten, bietet das Amt Döbern-Land die Aufnahme in der Grundschule in Döbern an. Dieses Angebot unterbreitete Mike Lenke, Fachbereichsleiter in der Amtsverwaltung, den betroffenen Eltern aus Hornow-Wadelsdorf und Felixsee am Donnerstagabend. Catrin Würz



Nur wenige Tage zuvor hatte das Schulamt Cottbus bekannt gemacht, dass aufgrund der zu geringen Anmeldezahlen für das Schuljahr 2012/13 keine neue erste Klasse in Wadelsdorf gebildet werden darf.

Allerdings ist der Gang nach Döbern nicht die einzige Alternative für die Eltern. Weil wegen der verweigerten Genehmigung zur Einschulung die gültige Schulbezirkssatzung des Amtes nicht anwendbar ist, „besteht eine Art rechtsleerer Raum“, so Lenke. Den Eltern stehe es somit frei, sich auch für andere Schulen zu entscheiden.

Das bestätigte auch Schulleiterin Heike Pfeiffer. Grundschulen in Sellessen und Spremberg seien auf mögliche Anfragen von Wadelsdorfer Eltern vorbereitet und hätten auch freie Kapazitäten. Mit Unverständnis und Enttäuschung reagierten indes die betroffenen Eltern auf die nun zugespitzte Situation. „Wir fühlen uns vom Amt im Stich gelassen“, sagte beispielsweise Irena Kuhne, deren Tochter nun nicht in Wadelsdorf zur Schule gehen darf.

Gemeindevertreter Robert Hänchen fragte nach, ob in Döbern Anstrengungen unternommen wurden, möglicherweise Kinder von dort für die kleine Wadelsdorfer Schule zu gewinnen. Fachbereichsleiter Lenke: „Das ist Döberner Eltern nicht vermittelbar.“

Für die Wadelsdorfer Schule lagen zuletzt nur noch acht Anmeldungen für die 1. Klasse vor. Vier interessierte Eltern aus Spremberg hatten laut Lenke nicht die Ausnahmegenehmigung zur Einschulung in Wadelsdorf bekommen, weil die Stadt selbst erst ihre Grundschulen sichern muss.

In Döbern liegen derzeit 34 Anmeldungen von künftigen Erstklässlern vor: Daraus sollen zwei Flexklassen und eine Regelklasse gebildet werden. „Die Flexklassen sind bereits voll, sodass unsere Kinder nur noch in die Regelklasse können“, monierte eine der Muttis. Mehrere Eltern ließen erkennen, dass sie eine Einschulung in Döbern ablehnen.