Die Aussteller haben alles im Programm, was die Ton- und Keramikkunst hergibt. Von Küchengegenständen, Krügen für den Balkon bis zur Weihnachtsdekoration werden die Besucher fündig. Auf einer kleinen Gourmetmeile am Rathaus verweilen viele Marktgäste nach der Shoppingtour.

Hans-Jörg Tunsch arbeitet in der sechsten Generation als Töpfer in Crinitz. Der Verkäufer sei zufrieden mit den Besucherzahlen. Seit unzähligen Jahren baue er immer wieder und unermüdlich seinen Stand schon auf dem Dahmer Töpfermarkt auf. „Vor allem Wasserbutterdosen und andere Gebrauchskeramik sind gut gegangen“, so das Fazit des Crinitzer Altgesellen kurz vor Marktschluss.

Besucherin Sandy Weigmann schlendert vorbei an den Schaufenstern der Hauptstraße. Auch dort haben viele Ladenbesitzer ihre Türen geöffnet. Die 17-Jährige Bohnstedt-Gymnasiastin nimmt einen Stand an der Tourist-Info genauer ins Visier. Der Verein „Eysenkraut“ präsentiert dort jahrhundertealtes Handwerk. Schmied und Töpfer zeigen, wie die Menschen früher ohne Supermärkte ausgekommen sind. Kinder kommen beim Kerzenziehen auf ihre Kosten. Wachs und Co. sind in der Abenddämmerung fast alle. „Wir hatten heute viele Besucher“, sagt Mildred Paulick. Bis auf die Schuhe präsentiert sich die Frau in selbst gefertigtem Gewand.

Die 13-jährige Dahmenserin Antonia versucht sich schon seit einer knappen Stunde am Kerzenziehen. Ein Erfolg ist in Sicht. Gemeinsam mit Freundin Lena ist sie auf dem Markt unterwegs. Lena ist Förderschülerin an der Kastanienschule in Jüterbog. Gemeinsam mit ihren Mitschülern habe sie viel selbst erstellte Keramikkunst unter die Leute gebracht.

Auch Saskia Hintze aus Leipzig findet kurz vor Ende des Töpfermarktes noch einen neuen blauen Tonkrug für ihr Wohnzimmer. Die Urlauberin kommt zwar gerade aus Italien und hat eigentlich keinen Platz mehr in ihrem Kofferraum, „für die Neuanschaffung muss notfalls ein Urlaubsmitbringsel weichen“, sagt die 28-Jährige nach ihrem ersten Besuch des Dahmer Töpfermarkts.