Erinnerungen wurden ausgetauscht, nachgedacht, wie das Leben verlaufen wäre ohne diesen Tag. Ein harter Schicksalsschlag hat sich im Nachhinein als glückliche Fügung entpuppt und wird nun schmunzelnd erzählt. Nicht nur beim festlichen Gottesdienst fielen sich Menschen gerührt in die Arme.

Bitternis ist da auch: Mit seiner Arbeitskraft nicht mehr gebraucht zu werden, verletzt. Die Kinder so selten zu sehen, weil sie in Bayern mehr Geld verdienen, tut weh. Aber wenn Freunde nicht nach Bremen gezogen wären oder nach München geheiratet hätten, hätten wir es trotz Einheit noch nicht in diese Landstriche geschafft.

Vermisst wird auch der Zusammenhalt, das nette Miteinander unter Nachbarn, Freunde. Deshalb wohl werden es Jahr für Jahr mehr Feiern zum Tag der Einheit.