Poser: Diese Bikinifiguren- und Muckis-Zeiger wirken so, als gehe es das ganze Jahr nur um diese wenigen warmen Tage, an denen sie ihre gestählten Körper zeigen können ganz nach dem Motto: Abgerechnet wird am Strand.

Schüchterne: Sie sind das Gegenteil der Poser, sitzen am Rand oder auf der Wiese, hören Musik oder lesen statt zu planschen und lassen ihren angeblich unperfekten Körper möglichst weitgehend verhüllt.

Prolos: Sie sind laut, machen Arschbomben, necken einander oder andere Gäste. Anstrengende Kategorie. Viele Männer tragen Unterhose unter der Badeshorts, damit nix blitzt, falls ein Kumpel daran zieht.

Aggressive: Immer wieder kommt es zu Gewalt am Wasser. Wegen Schlägereien nannte das "Süddeutsche Zeitung Magazin" das Columbiabad in Berlin-Neukölln bereits das "berüchtigtste Freibad Deutschlands".

Schwimmsenioren: Mit Badekappe und Schwimmbrille gerüstet, um sportlich zu wirken, ziehen sie laaaangsam Bahn um Bahn. Sie tratschen und quatschen im Bad, sind gefühlt seit Jahrzehnten Gäste.

Sportschwimmer: Sie kraulen meist morgens ihre Bahnen, denn da kommt kein Nichtschwimmer in die Quere. Ausgerüstet mit enger Badehose und Schwimmbrille pflügen sie durchs (noch) klare Nass.

Planscher: Störende Elemente für Sportschwimmer, stehen nur im Wasser rum statt zu schwimmen - reden, kichern, kreischen und sind wohl nur aus sozialen Gründen (nicht aus sportlichen) im Freibad oder am Ufer.

Spanner: Sie scharwenzeln durchs Bad oder am Strand, gucken gefühlt überall zu lange hin. Sie lösen bei vielen Frauen Beklemmungen aus, da man nie weiß, was sie so denken und im Schilde führen.

Sonnenanbeter: Gefühlt sind die Lederhäutigen den ganzen Tag über im Freibad oder liegen am Strand, um die tiefbraune Haut noch tiefbrauner zu bekommen. Sonnencreme? Ihhh! Es geht darum, wie ein Grillhähnchen auszusehen.

Kinder: Bevor das Kleinkind stundenlang im Wasser planscht und hineinpinkelt, schreit es lauthals, wenn die Eltern versuchen, ihm Schwimmflügel überzustreifen. Zum Trost gibt's oft ein Eis oder Pommes.

Glückliche Pärchen: Sie kuscheln und knutschen, bis das (Chlor-)Wasser die Haut verschrumpelt. Sie haben fast Geschlechtsverkehr im Becken oder See und zeigen allen ihre Liebe. Mehr Scham wäre manchmal angebracht.

Großfamilien: Sie lagern oft im Schatten und scheinen Essensvorräte für mehrere Tage mitgebracht zu haben. Aus den Taschen quellen Chips, Kekse, Cola, Brot, Käse, Obst oder auch mal gebratene Lammspieße. Alles, was man so brauchen könnte.