Schneller Scheibenwechsel. Bei der Uvex Take Off (etwa 140 Euro) kann der Nutzer auf die orangefarbene Grundscheibe für Schlechtwetter, wenn die Sonne plötzlich gleißt, blitzschnell eine dunkle Vorsatzscheibe aufbringen, die von Minimagneten sicher gehalten wird. So einfach wie hier ist der Wechsel bei den fast baugleichen Modellen Marker Kamaleon (130 Euro) und TecnoPro Chamäleon (70 Euro, eine Intersport-Eigenmarke) nicht. Ihr neuartiger Klappmechanismus funktioniert aber deutlich besser als die Fummelei beim Scheibentausch bei herkömmlichen Brillen. Die Marker Kamaleon zeigte jedoch ein paar Schwachstellen. So bot die helle Scheibe keinen hundertprozentigen UV-Schutz bis 400 Nanometer. Und der Schaumstoff enthält Phenol, weshalb sie im Prüfpunkt Schadstoffe nur ausreichend abschneidet.

Was Brillenträger brauchen. Brillenträger tragen entweder Kontaktlinsen oder ihre optische Brille unter der Skibrille. Die muss groß genug sein und im Schaumstoff seitliche Aussparungen aufweisen, um den Bügeln Platz zu bieten. Fast alle Skibrillenhersteller haben solche Modelle im Programm. Empfehlenswert sind sie aber kaum. Denn bei allen wird der Skispaß buchstäblich getrübt, weil die optische Brille immer dann anläuft, wenn der Skifahrer eine Zeit lang steht oder im Lift sitzt. Erst nach ein paar Metern Fahrt sorgt der Fahrtwind wieder für Durchblick. Der Nutzer könnte die Skibrille immer kurz abnehmen. Doch das ist nicht der Sinn der Sache. Antibeschlagmittel sind keine Lösung, da sie nur auf unbeschichtetem Glas halten. Heute sind fast alle optischen Brillengläser zur Härtung und Entspiegelung oberflächenbehandelt.

Zwei gute Ausnahmen. So kommt es, dass die Tester die Skibrillen für Brillenträger trotz guter Seh- und Trageeigenschaften und auch sonst meist positiver Beurteilungen nicht empfehlen können.

Zwei Ausnahmen gibt es. Für Adidas a162 (159 Euro) und Smith Phenom Turbo (170 Euro) bieten die Hersteller Einsätze für optische Gläser an. Wird auf die unbehandelten Scheiben dieser Clips ein Antibeschlagmittel aufgetragen, ist ungetrübtes Skifahren möglich. Die Smith Phenom Turbo ist noch mit einem Miniventilator ausgestattet, der das Anlaufen auch bei stärkerem Schwitzen verhindert. Dafür muss er aber immer wieder eingeschaltet werden, und er macht ein unangenehmes Geräusch.

Preiswerte Alternative. Beim Optiker gibt es Universalclips für optische Brillen, zum Beispiel von Alpina, die in viele Skibrillen passen. Mit optischen Einstärkengläsern sind sie ab 30 Euro erhältlich. Damit die Gläser nicht anlaufen, muss der Brillenträger sie mit einem Antibeschlagmittel behandeln. Diese Prozedur muss er öfter wiederholen, da die Wirkung nach einiger Zeit nachlässt. pm/gzn

Zum Thema:

Die beste Skibrille für alle Fälle ist laut Stiftung Warentest die Uvex Take Off für 140 Euro. Sie konnte fast durchweg überzeugen. Der Scheibenwechsel ist bei dieser Skibrille genial einfach. Mit einem Universalclip mit einfachen optischen Gläsern ab 30 Euro ist die Uvex auch für Brillenträger geeignet. Der Clip passt in viele Skibrillen. Eigene Einsätze für optische Brillengläser bieten die Adidas a162 und die Smith Phenom Turbo. Diese sind gut, mit rund 220 und 215 Euro inklusive Clip aber sehr teuer. Skibrille und Skihelm sollten immer zusammen gekauft werden. Beides muss optimal zusammenpassen. Gehen Sie vorsichtig mit der Anti-Fog-Beschichtung auf der Innenseite der Brille um (fog, englisch für Nebel, Schleier). Die Schicht sollte nicht berührt werden. Wenn die Skibrille nass ist, am besten an der Luft trocknen lassen.