Die Gründungsarbeiten sind bereits so gut wie abgeschlossen, der Schichtenaufbau fürs künftige Fundament läuft auf Hochtouren. Sobald das Wetter es im neuen Jahr zulässt, soll mit dem Rohbau gestartet werden.

Passend zum Standort in unmittelbarer Seenähe wird die Halle die Form einer Welle aufnehmen. Die Konstruktion aus Holz und Stahlbeton schmiegt sich in den Hang, der zum Ufer des Großräschener Sees führt.

Zur Standortwahl im Böschungsbereich hat es in der Vergangenheit auch kritische Stimmen im Großräschener Parlament gegeben. „Nach den Stabilisierungsmaßnahmen steht die neue Halle auf sicherem Untergrund“, erklärte am Freitag Prof. Ekkehard Weber vom gleichnamigen Ingenieurbüro für Geotechnik aus Kolkwitz. Zur Standortwahl befragt, betont Stadtplaner Wolfgang Joswig, dass im künftigen Stadthafen das Herz von Großräschen schlagen werde. „Die Seesporthalle ist ein wichtiger Impulsgeber, zunächst für die Sportler von Großrä-schen, später auch für die dort vor Anker gehenden Gäste.“

Mit viel Vorfreude fiebern die Mädchen und Jungen der benachbarten Friedrich-Hoffmann-Oberschule dem Bau entgegen. Sie müssen derzeit einen fast halbstündigen Fußmarsch in Kauf nehmen, um zur Sporthalle in der Nordstadt zu laufen. „Diese Zeit würden wir lieber zum Sporttreiben nutzen“, sagen Oksana (16) und Nico (15).

Beide sind mit Schulleiterin Burgit Schulze dabei, als die Bautafel enthüllt wird. Die Zehntklässlerin Oksana hat ihre Schulzeit schon beendet, wenn die ersten Bälle im Frühjahr 2013 in der Seesporthalle fliegen werden. Sie freut sich trotzdem auf die neue Sportstätte, weil sie in der Freitzeit Judo trainiert und Tennis spielt. Das Großräschener Großprojekt ist mit einem Investitionsvolumen von 2,8 Millionen Euro veranschlagt. 650 000 Euro steuert das Land Brandenburg aus dem Fördertopf Stadtumbau Ost bei. Weitere 450 000 Euro fließen aus demselben Topf in die Gestaltung der künftigen Außenanlagen. Den Großteil der Kosten trägt Großräschen aber selbst. „Wir stemmen es aus Eigenmitteln und mit einem 1-Millionen-Kredit“, so Bürgermeister Thomas Zenker.