Wildschweine im Vormarsch. Am Birkeneck in Tröbitz leben Kleingärtner und Anwohner in unmittelbarer Nachbarschaft mit Wildschweinen. Im Juni aber durchstreift erstmals eine Bache mit neun Frischlingen das Gelände an der Landesstraße 65 – selbst tagsüber. Die Anlieger beobachten ihr zunehmend aggressives Verhalten mit Sorge. Zweimal mussten Christel und Jens Manig vor der Bache flüchten. Sie fordern die Behörden auf, etwas gegen die Wildsau zu unternehmen. Die aber heben die Hände und meinen, die Schweine werden vom „Buffet“ angelockt, was ihnen die Tröbitzer in Form von zugänglichen Komposthaufen anrichten. Der Jagdpächter hält das Jagen im befriedeten Revier für ein unkalkulierbares Risiko.

Taufe mit nassen Füßen. Fast bis zur Brust mit dem schwarzen Talar im Wasser stehend, tauft Pfarrer Stephan Branig am 5. Juni die beiden Mädchen Jasmin und Marielouise und die 24-jährige Janine Reinert. Das Zeremoniell findet mitten im Becken vom Erlebnisbad Tröbitz statt. Was in einer Bierlaune als Idee geboren wurde, begeistert alle Beteiligten und viele Schaulustige.

Zusammenarbeit abgelehnt. Das Amt Kleine Elster hat derzeit kein Interesse mehr an einer Zusammenlegung der Verwaltungen vom Amt und der Stadt Sonnewalde. Das erklärte bei nur einer Enthaltung der Amtsausschuss am 8. Juni.

Ohne Radigk. Das Finsterwalder Brauhaus Radigk muss künftig ohne seinen Namensgeber auskommen. Der langjährige Gastwirt und Besitzer Bernhard Radigk hat die Gaststätte verlassen, die ihm seit Monaten nicht mehr gehört.

Demo für Musterverfahren. Die Sonnewalder haben am 15. Juni zum zweiten Mal eine Sitzung des Wasser- und Abwasserverbandes (WAV) Westniederlausitz mit einer Demonstration begleitet. Der Runde Tisch Wasser 21 macht sich immer mehr zum Anwalt der Betroffenen. Auf dem Kirchhainer Markt forderten rund 250 Bürger die Zustimmung zu einem Musterverfahren gegen Herstellungsbeiträge für Altanschließer für öffentliche Wasserversorgungseinrichtungen. Die Verbandsversammlung beschließt, die Bearbeitung des Widerspruchs bis zu einem „rechtskräftigen Urteil“ auszusetzen, das heißt bis zur möglichen letzten Instanz.

Strandatmosphäre. Mit Sport kann man Massen begeistern – ja sogar ein ganzes Wochenende eine Innenstadt beleben. Der Beweis zeigt sich im Juni bei einem ersten großen Beachvolleyball-Turnier der Sängerstadt auf dem Finsterwalder Markt. Mehr als 200 Tonnen feinster Kies aus Hennersdorf reichen aus und der Markt verströmt Strandatmosphäre. Am ersten Tag spielen 24 Freizeitvolleyball-Teams um den Sieg.

Kahlschnitt. Mehr als 70 Linden sind mitten in der Brutzeit in der Dresdner Straße von Finsterwalde ratzekahl von ihrem Blattwerk befreit worden. Viele Nehesdorfer sind empört. Sie befürchten, dass etliche Vögel Opfer dieser Baumschnittaktion geworden sind. Der Landesbetrieb Straßenwesen verteidigt jedoch den Kahlschnitt.

Abfuhr für lange Leitung. Nicht mit uns! So lautet das endgültige Votum der Verbandsversammlung des Trink- und Abwasserzweckverbandes (TAZV) Crinitz und Umgebung zum bereits beschlossenen Bau einer Abwasser-Überleitung ins Münchhausener Klärwerk des benachbarten Wasser- und Abwasserverbandes (WAV) Westniederlausitz. Trotz zugesagter 70-prozentiger Förderung werden finanzielle Nachteile für die Gemeinden befürchtet. Crinitz will ein eigenes neues Klärwerk. Doch die Zeit drängt, denn die bestehenden Anlagen dürfen nur noch befristet betrieben werden.

Vorschau aufs Sängerfest 2012. Leidenschaft ist das Motto für das Finsterwalder Sängerfest, das vom 24. bis 26. August 2012 gefeiert wird. Der Vorstand lüftet Ende Juni das Geheimnis um die musikalischen Höhepunkte. Die Zillertaler, die Schäfer, Truck Stop und drei charmante Damen aus Rom, die unter dem Namen Appasionante als Sopranistinnen Klassik und Pop verbinden, sind gebucht.