„I ch befinde mich nicht in der Situation, in der ich denke, das Beste in meinem Leben ist vorbei.“ Er meldet sich am 23. Januar in der ARD zurück mit seiner Vorabend-Show „Gottschalk live“. Nach 150 Sendungen in 24 Jahren will Gottschalk am Samstag das letzte Mal „Wetten, dass..?“ präsentieren. Unterhaltungschef Manfred Teubner nannte den Weggang des Moderators einen „herben Verlust“ für das ZDF.

Durch die letzte Show werde er schick gekleidet mit Fliege und Smokingjacke führen, kündigte Gottschalk an. Er habe tolles Personal, die Wetten seien gut. Über den Besuch von Basketballstar Dirk Nowitzki freue er sich besonders. „Ich muss damit leben, dass Männer in meiner Sendung sind, die größer sind als ich“, scherzte der mehr als 1,90 Meter große Entertainer. Das ZDF hatte im Vorfeld angekündigt, die Show Gottschalk zu Ehren „um ihn herum“ zu bauen. Alles solle ganz nach dem Geschmack des Entertainers gestaltet werden. Dass er nach 24 Jahren „Wetten, dass..?“ – mit zweijähriger Unterbrechung von 1992 bis 1994 – jetzt besonders im Mittelpunkt stehen soll, stört den Moderator indes nicht. „Ich liebe es, und es war mir auch nie unangenehm“, sagte Gottschalk. Er allein sei nur leider nicht abendfüllend. Auch das Musikprogramm ist laut ZDF ganz nach Gottschalks Gefallen. Am Samstag werden in Friedrichshafen Lenny Kravitz und Meat Loaf erwartet.

Zu den Diskussionen um seine Nachfolge sagte Gottschalk, dass auch er nichts wisse, aber weiterhin davon überzeugt sei, dass sein Ausstieg aus der Sendung nach dem Unfall von Samuel Koch richtig war. „,Wetten, dass . .?‘ wird definitiv weitergehen“, kündigte der Leiter der Hauptredaktion Show, Manfred Teubner, in Friedrichshafen an. Spätestens mit der Mallorca-Sendung im Sommer, wahrscheinlich aber schon eher. Er sei sich sicher, eine geeignete Nachfolge zu finden. Es amüsiere ihn momentan aber sehr, wer laut Medienberichten alles als Moderator absage, vom ZDF allerdings nie gefragt worden sei, sagte Teubner.

Dass sein Nachfolger jemals die 18-Millionen-Zuschauergrenze knacken werde, glaubt Gottschalk nicht, wie er auf Fragen antwortete. Die Zeiten hätten sich geändert, es gebe mehr Konkurrenz in der T V-Landschaft. „Ich habe ,Wetten, dass . . .?‘ alles zu verdanken und hätte die Zeit mehr genießen sollen“, sagte der 61-Jährige.