Die Geschichte spielt in der afrikanischen Savanne: „Hört die Geschichte der Freundschaft.“ Die Zebras und die Giraffen können ich nicht vertragen: „Es ist nun mal so, dass Zebras und Giraffen nicht zusammenpassen.“ Lediglich der Nachwuchs bei den Gestreiften und bei den Gepunkteten entdecken mögliche Schnittpunkte. Als die beiden durch die Löwen von ihren Herden getrennt werden, beginnen sie über eine Freundschaft nachzudenken: „In der Nacht fühl ich mich so allein, kann vor Angst kaum schlafen.“ Aber erst durch das Intervenieren der Erdmännchen können beide ihre anerzogenen Vorurteile gegenüber dem Anderen überwinden und Freunde werden, was sich bei ihrer Rückkehr auch auf ihre Herden überträgt.

Zum 5. Mal präsentierte die von Elke Lange und Cordelia Kappa geleitete Gruppe ein Kindermusical mit bedeutendem Inhalt. Eine zauberhaft gestaltete Bühne war dabei für die selbstsicher agierenden neun Neun- bis Zwölfjährigen die Plattform für Chorlieder, solistische Beiträge mit Livemusik und spritzige Dialoge. Immer wieder gab es Szenenapplaus von den Zuschauern in der Kirche. Pfarrer Klaus Na tho, passend zum Stück in einer aus Johannesburg mitgebrachten südafrikanischen Jacke, bedankte sich bei den Kindern und bei den zahlreichen Erwachsenen, die zum Gelingen der Aufführung beigetragen haben. „Ich habe ein bisschen Bühnendekoration beigesteuert und habe für die Kinder mal am Probentag Mittagessen gekocht und freue mich, dass ich zu diesem gelungenen Stück beitragen konnte“, sagte danach Edith Böttcher aus Kolkwitz. Ganz stolz applaudierte der Kolkwitzer Rene Bzdak , kein Wunder, denn seine zehnjährige Tochter Alina hatte die Rolle eines Zebras inne: „Das haben die Kinder richtig toll gemacht“.

Begeistert waren auch Mutti Tanja Schreiber und Oma Erika Kochan, die nicht nur für Tochter beziehungsweise Enkelin Jessica klatschten. Die Zwillinge Theresa und Juliane Böhm besuchen in der Kirche die Christenlehre und wurde dort neugierig auf das Kindermusical: „Die haben das richtig gut gemacht. Das war schön“, waren sich die Neunjährigen danach einig. Auch die Kolkwitzer Schulleiterin Heike Just applaudierte kräftig. „Ich hoffe, dass wir das Stück auch mal bei uns in der Schule aufführen können.“ Ob dieser Wunsch umgesetzt werden kann, ist noch nicht entschieden. Jedenfalls bekamen die Mädchen und Jungen die Anerkennung der Schulchefin.

Auf alle Fälle werden sich die Musicalkinder weiter jeden Montag treffen und üben. In den nächsten Wochen geht es dabei aber eher um das Thema Weihnachten und im Januar wird dann die Entscheidung für ein neues Musical getroffen.