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| 02:37 Uhr

Ein Schlafplatz für Reisende mit schmalem Geldbeutel

Auf dem Online-Übernachtunsportal Couchsurfing bieten Gastgeber Reisenden einen kostenlosen Schlafplatz in ihrer Wohnung an.
Auf dem Online-Übernachtunsportal Couchsurfing bieten Gastgeber Reisenden einen kostenlosen Schlafplatz in ihrer Wohnung an. FOTO: dpa
Frankfurt. () Reisen und Übernachten fernab der Hotelindustrie, sogenanntes Social Travelling, boomt. Zahlreiche Internetportale vermitteln Übernachtungsmöglichkeiten bei privaten Gastgebern: von der Gratis-Übernachtung auf der Gästecouch über ein eigenes Zimmer für kleines Geld bis hin zu Nächten in Mühlen, Schlössern und auf Booten. afp

Auch wenn sich der Online-Übernachtungsdienst Airbnb mit rund drei Millionen Inseraten als Marktführer etabliert hat, gibt es mittlerweile viele andere Angebote, die Schlafplätze übers Internet vermitteln. Dazu gehören etwa Gloveler, Wimdu, 9Flats, Couchsurfing und inzwischen auch Tripadvisor. Die kommerziellen Portale finanzieren sich in der Regel über Vermittlungsgebühren. Es gibt aber auch kostenlose Übernachtungsangebote, etwa auf der Internetseite Couchsurfing.com. Bei Haustausch-Plattformen wie HaustauschFerien oder HomeLink werden jährliche Gebühren fällig, der Tausch selbst kostet nichts.

Die Vermittlungsdienste funktionieren ähnlich wie soziale Netzwerke. Reisende und Gastgeber lernen sich über ihre Profile kennen und können dann in Kontakt treten. Nach einem Aufenthalt werden Gäste dazu aufgefordert, Bewertungen abzugeben - eine Orientierungshilfe für andere Reisende. Die Bezahlung wird teils über die Portale abgewickelt, teils über den Gastgeber direkt. Einige fordern eine Kaution. Hierbei ist es ratsam, bei der Ankunft Fotos von der Unterkunft zu machen, um den Zustand im Streitfall nachzuweisen.

Wer sich online für ein fremdes Bett entscheidet, sollte jedoch beachten, dass die Standards der Unterkünfte deutlich von dem abweichen können, was er von Hotelurlauben oder Pauschalreisen kennt. So muss der Schlüssel in vielen Fällen zu einem vereinbarten Termin abgeholt werden und ist nicht wie an einer Rezeption jederzeit verfügbar. Wenn die Unterkünfte nicht den Beschreibungen entsprechen, müssen sich Reisende zunächst direkt an den Vermieter wenden, mit dem sie den Vertrag abgeschlossen haben. Bei erheblichen Mängeln empfiehlt es sich, ´Fotos vom Zustand der Unterkunft machen. Einige Anbieter gewähren in einigen Fällen eine Rückerstattung.

Bei persönlichen Problemen mit dem Gastgeber sind die Regelungen sehr unterschiedlich. Teils empfehlen die Plattformen, zunächst die Klärung mit dem Gastgeber zu suchen. Gibt es dann immer noch keine Lösung, helfen einige Dienste bei der Suche nach neuen Unterkünften. Schon gezahlte Beträge werden auch ganz oder anteilig erstattet. Das Geld gibt es mitunter auch zurück, wenn der Gastgeber Stunden vor dem Reiseantritt kurzfristig absagt.