Es ist schon putzig, wie Täuber mit ihren Täubinnen schnäbeln und sie schließlich treten. "Das ist eine wichtige Voraussetzung bei der Taubenzucht", sagt Manfred Huchatz. "Nur so gibt es auch tatsächlich qualitativ hochwertige Jungtiere." Er steuert diese Vorgänge genauestens, damit für seine alljährlichen Rassegeflügel- und Kleintierausstellungen im Spätherbst in Kolkwitz Bestnoten bei der Bewertung seiner Tiere durch die Jury erreicht werden.

Dort spielen bei seiner Luxer-Rasse Körperbau, Augen, Gefieder und Haltung eine große Rolle. Seit Anfang der 90er-Jahre ist der Ur-Zahsower bei der Tauben-, aber auch bei der Kaninchenzucht außerordentlich erfolgreich. Nahezu in jedem Jahr wurde er sowohl für die ausgestellten Tauben als auch für die Blauen Wiener mit Pokalen geehrt. Er darf sogar den Wanderpokal für seine ausgezeichneten Rassekaninchen sein Eigen nennen, weil dieser ihm bereits viermal überreicht wurde. Auch den Bürgermeisterpokal hat er mehrmals verliehen bekommen.

Für diese riesige Trophäen-Sammlung gibt es in seiner Wohnung kaum noch Platz. Denn er ist einer der erfolgreichsten Züchter seiner Tierrassen in der Großgemeinde Kolkwitz und offensichtlich auch im Landkreis Spree-Neiße.

Seit 65 Jahren züchtet Manfred Huchatz Tauben. Schon als Siebenjähriger hat er damit im Jahr 1947 beim damaligen Zahsower Taubenzüchter Neumann seine Liebe zu den Tieren entdeckt. "Von ihm habe ich damals für einen halben Zentner Weizenfutter zwei Tauben bekommen", erinnert er sich. So hat seine Zucht angefangen.

Im Jahr 1955 wurde er Mitglied des Kleintierzüchtervereines Kolkwitz und stellt seither seine Tauben und Kaninchen aus.

Natürlich musste auch er Lehrgeld zahlen, kam erst allmählich in die Erfolgsspur. "Viele Höhen und Tiefen habe ich im Verlaufe meines Züchterlebens erfahren müssen", erzählt der Tierfreund. "Aber das gehört eben dazu. Nur so kann man die notwendigen Erfahrungen sammeln."

Derzeit hat Manfred Huchatz vier Zuchtpaare dieser schönen blau-weiß geschuppten Luxer-Tauben. Dazu gesellen sich noch andere Rassen wie Strasser, Brieftauben und Texaner. Sein Taubenschlag ist gut eingerichtet und die Tiere haben in der davor angeordneten sehr großen übermannshohen Voliere genügend Platz, um sich zu bewegen. Seine Tauben werden deshalb nur selten zum Freiflug herausgelassen. Die Gefahr des Verlustes durch Greifvögel sei einfach zu groß.

Aber auch die Kaninchen haben es gut beim ihm, leben in einem geräumigen Stall. "Mir macht der Umgang mit den Tieren viel Spaß. Außerdem ist das schöne Hobby sehr abwechslungsreich." Das hält ihn jung, wie er sagt. Und die damit verbundenen Erfolge machen ihn stolz.