Mit stehenden Ovationen feierten die mehreren Hundert Gäste aus der Film- und Fernsehbranche den 84-Jährigen, als dieser einen „ganz persönlichen Herzenswunsch“ äußerte. „Der heißt: Auf Wiedersehen.“

Besonders wolle er seinen Ärzten danken, die ihn „so nachhaltig behandelt“ hätten, dass er an diesem Abend hier sein und diesen „wundervollen Preis“ entgegennehmen könne, sagte Fuchsberger. Noch mehr aber danke er seiner Frau, die ihm seit vielen Jahrzehnten schon zur Seite stünde – und die im Publikum sichtlich gerührt den Worten ihres Mannes folgte.

Der Auftritt des Schauspielers und Moderators, der seit mehr als 50 Jahren das deutsche Fernsehen mitgeprägt hat, war zweifellos der Höhepunkt einer ansonsten eher glanzlosen Gala im Kölner Coloneum. Selbst Stefan Raab, gleich mit zwei Preisen für den „Eurovision Song Contest 2011“ (Beste Unterhaltung Show) und als „Bester Entertainer“ ausgezeichnet, hielt sich zurück und dankte lediglich seinem Team, das stets bereit sei, jeden Quatsch mit ihm auszuprobieren.

Nur Kabarettist Dieter Nuhr sorgte als Laudator in der Kategorie „Beste Unterhaltung“ für ein paar wenige sarkastische Untertöne im Laufe der zweieinhalbstündigen Preisverleihung, deren Gastgeber in diesem Jahr RTL war. „Wir haben in Deutschland vielleicht die unbekanntesten Prominenten – das macht uns kein Land nach“, sagte er mit Blick auf die nominierte RTL-Produktion „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“. Dennoch oder gerade deshalb habe es die Sendung „aus dem Dschungelsumpf in die Feuilletons“ geschafft, wenngleich sie bei der Preisverleihung am Sonntagabend leer ausging.

Gleich doppelten Grund zur Freude hatte indes Nachwuchsschauspieler Jonas Nay. Für seine Rolle als Opfer von Cyber-Mobbing in der ARD-Produktion „Homevideo“ wurde der 21-Jährige mit dem mit 15 000 Euro dotierten Förderpreis ausgezeichnet, was er selbst mit den Worten „Das ist nicht euer Ernst“ kommentierte. Zuvor hatte Moderator Marco Schreyl, der gemeinsam mit seiner Kollegin Nazan Eckes durch den Abend führte, den jungen Mann im Publikum mit der Auszeichnung überrascht. Da hatte Nay jedoch schon einen Preis. Denn „Homevideo“ war zum „Besten Fernsehfilm“ des Jahres gekürt worden.

Nicht weniger aufgeregt als Nay war auch seine Kollegin Nina Kunzendorf. Für ihre Rolle als Polizistin in dem ARD-Film „In aller Stille“ wurde sie als „Beste Schauspielerin“ ausgezeichnet. Den gläsernen Obelisken für den besten männlichen Darsteller hatte zuvor bereits Jörg Hartmann („Weissensee“) entgegengenommen.