Gegen entsprechende Vertragsklauseln war die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern vor das Landgericht Rostock gezogen (Az.: 3 O 528/14).

Ein Fitnessstudio verlangte von den Mitgliedern bei voraussichtlich längerer Sportuntauglichkeit ein ärztliches Attest, aus dem sich die voraussichtliche Ausfalldauer ergibt. Dieses sollte spätestens eine Woche nach Beginn der Sportuntauglichkeit vorgelegt werden. Weiter hieß es in den Geschäftsbedingungen: "In diesem Fall verlängert sich die Mitgliedschaft entsprechend der gewährten Auszeit. Dies entbindet das Mitglied jedoch nicht von seinen Zahlungsverpflichtungen."

Die Kritik der Verbraucherschützer: Hierdurch werde dem Mitglied keine Möglichkeit eingeräumt, trotz Sportuntauglichkeit den Vertrag endgültig zu kündigen. Das Fitnessstudio änderte seine Klauseln freiwillig, ohne eine Entscheidung des Gerichts abzuwarten.